WANDA
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Wanda stehen für „Popmusik mit Amore“: Die Wiener Rockband mischt Indie‑Rock, Rock’n’Roll und Austropop zu großen Hymnen voller Gefühl. Mit deutschsprachigen Texten im deutlichen Wiener Dialekt, rauem Charme und einem ungeschliffenen, „street‑romantischen“ Look haben sie sich in kurzer Zeit zu einer der prägendsten Rockbands im deutschsprachigen Raum entwickelt – vom Underground‑Geheimtipp zu ausverkauften Hallen und Festival‑Headlines.
Gegründet wurde Wanda 2012 in Wien rund um Sänger und Songwriter Michael Marco Fitzthum (Marco Michael Wanda) und Gitarrist Manuel Christoph Poppe. Bald kamen Bassist Reinhold „Ray“ Weber, Schlagzeuger Lukas Hasitschka und Keyboarder Christian Hummer dazu. Das Debütalbum „Amore“ (2014) startete als Word‑of‑Mouth‑Phänomen und bereitete den Durchbruch: Mit dem Nachfolger „Bussi“ (2015) und Songs wie „Bologna“ und „Bussi Baby“ eroberte die Band die Charts in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Weitere erfolgreiche Alben wie „Niente“ (2017), „Ciao!“ (2019), „Wanda“ (2022) und „Ende nie“ (2024) festigten ihren Status als „vielleicht letzte wichtige Rock’n’Roll‑Band ihrer Generation“.
Musikalisch treffen bei Wanda Indie‑Strukturen und Blues‑Riffs auf mid‑tempo Hymnen mit Mitsing‑Refrains, Chören und später auch Streichern und Bläsern. Frontmann Marco Wanda trägt die Songs mit seiner körnigen, theatralen Stimme, halb gesungen, halb geschrien, zwischen Pathos, schwarzem Humor und Fatalismus. Lyrisch geht es um Dramatik und Romantik des Alltäglichen: nächtliche Exzesse, Arbeitersiedlung und Bar, Freundschaft, katholische und italienische Bilder, dazu ein selbstbewusst verlebter Wiener Schmäh – oft mit italienischen Phrasen wie in „Lascia mi fare“.
Auch biografisch blieb es intensiv: 2020 verließ Original‑Drummer Lukas Hasitschka die Band, Valentin „Vali“ Wegscheider sprang vorübergehend ein. 2022 starb Keyboarder Christian Hummer nach schwerer Krankheit; der Song „Bei niemand anders“ ist ihm gewidmet und zeigt die verletzliche, balladeske Seite der Band. Parallel dazu entwickelten Wanda ihren Sound weiter – von der rauen Frühphase über experimentellere Produktionen bis hin zu reiferen Stücken wie „Jurassic Park“, „Rocking in Wien“ oder „Wir sind verloren“, die den gemeinsamen Weg mit ihrem Publikum reflektieren.
Live entfaltet sich das ganze Wanda‑Gefühl: Schweiß, Chor‑Gesänge, große Gesten – und das ungebrochene Bekenntnis zum Rock’n’Roll als „persönliche Religion“. Ob in Clubs, auf großen Open‑Airs oder bei Formaten wie „Weihnachten mit Wanda“ in der Wiener Stadthalle: Ihre Konzerte werden zu emotionalen Treffpunkten einer ganzen Generation. Wenn Zehntausende „Bologna“ oder „Bussi Baby“ mitsingen, wird Rock wieder zum Gemeinschaftserlebnis, das weit über die Musik hinaus wirkt – mitten in der Vielfalt der Live‑Kultur, auch bei uns in München dahoam.