Liveauftritt der Band Oasis auf einer Festivalbühne. Mehrere Musiker stehen mit Gitarren und Mikrofonen unter blauen Lichtstrahlen, während im Vordergrund Publikum und ein Crewmitglied vor der Bühne zu sehen sind.

Oasis

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Oasis stehen wie kaum eine andere Band für den Sound der 90er: Britpop, große Gitarren, noch größere Refrains. 1991 in Burnage, Manchester, gegründet, entwickelte sich aus der Vorgängerband The Rain eine Formation, die mit einfachen Akkorden, riesigen Melodien und einer unverwechselbaren Attitüde die Rockmusik prägte. Im Zentrum: Liam Gallagher mit seiner markanten Stimme und Noel Gallagher als Leadgitarrist, Sänger und Hauptsongwriter.

Der Durchbruch kam 1993 nach einem legendären Auftritt im King Tut’s Wah Wah Hut in Glasgow und dem Signing bei Creation Records. Mit dem Debütalbum „Definitely Maybe“ (1994) schossen Oasis sofort auf Platz 1 der UK-Charts – damals das am schnellsten verkaufte Debüt aller Zeiten. Der Nachfolger „(What’s the Story) Morning Glory?” (1995) mit Songs wie „Wonderwall“, „Don’t Look Back in Anger“ und „Champagne Supernova“ wurde zu einem der meistverkauften Alben der britischen Chartgeschichte und machte die Band weltweit zu Superstars.

Musikalisch verbanden Oasis die Melodik der Beatles, den Rock von Rolling Stones und The Kinks, den Punk-Drive der Sex Pistols und den Madchester-Sound von Bands wie The Stone Roses. Songs wie „Live Forever“, „Supersonic“ oder „Cigarettes & Alcohol“ brachten eine Mischung aus working-class Alltag, Psychedelia und optimistischem Aufbruch auf die Bühne. Ihr Stil – Parkas, Football-Casual-Look, klare Kante in Interviews – prägte das Bild britischer Rockstars der 90er nachhaltig.

Auf der Bühne wurden Oasis zur Stadionband: Die zwei legendären Knebworth-Shows 1996 mit über 250.000 Fans gelten als Höhepunkt der Britpop-Ära. Alben wie „Be Here Now“ (1997) und die späteren Werke „Standing on the Shoulder of Giants“, „Heathen Chemistry“, „Don’t Believe the Truth“ und „Dig Out Your Soul“ hielten die Band auch in den 2000ern als Live- und Chartkraft im Gespräch, bevor sie sich 2009 nach internen Konflikten trennten. Die Musik aber bleibt: Über 100 Millionen verkaufte Tonträger, zahlreiche BRIT, NME, Q und MTV Europe Music Awards und bis heute starke Streaming-Zahlen sprechen für sich.

Oasis-Songs werden weltweit in Stadien, Pubs und auf Festivals gesungen – gerade „Wonderwall“ und „Don’t Look Back in Anger“ funktionieren längst als gemeinsame Hymnen, die Menschen verbinden. Live-Events mit ihrer Musik – ob Tribute-Shows, Indie-Partys oder große Rocknächte – lassen dieses besondere Britpop-Gefühl immer wieder aufleben und zeigen, welchen kulturellen Einfluss diese Band bis heute hat.