Ikkimel
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Ikkimel, bürgerlich Melina Gaby Strauß, ist eine Berliner Rapperin, die Deutschrap mit Hyperpop-, Jersey-Club- und Techno-Einflüssen neu denkt. Aufgewachsen in Berlin-Tempelhof, bringt sie den Vibe der Hauptstadt direkt auf die Bühne: schnell, laut, cluborientiert und immer mit einem Augenzwinkern. Ihre Tracks sind gemacht für Nächte, in denen Bass, Stroboskop und Adrenalin zusammenkommen – und in denen Grenzen bewusst verschwimmen.
Nach ihrem Studium der Germanistik und Sozial- und Kulturanthropologie an der Freien Universität Berlin und der Arbeit im Brain Language Laboratory entschied sie sich, Musik ernsthaft zu verfolgen. Nach dem Tod ihres Vaters entwickelte sie die Kunstfigur Ikkimel und erhielt 2021 Fördermittel von Initiative Musik. 2022 veröffentlichte sie erste Singles, 2023 folgten die EP „Aszendent Bitch“, ein Deal mit Four Music (Sony Music) und der Chart-Einstieg mit „KETA UND KRAWALL“. 2024 legte sie mit der EP „Hat sie nicht gesagt“ nach, 2025 erschien ihr Debütalbum „FOTZE“, das für breite mediale Debatten sorgte.
Musikalisch mischt Ikkimel Hyperpop- und Jersey-Club-Zitate mit choppigen Beats, Trance- und House-Samples sowie Einflüssen aus Gabber und Psy-Trance. Ihre Songs wie „Cola Zero“, „Zu raus“, „Ich seh gut aus“ oder „Vorbei an der Schlange“ spiegeln die Berliner Club- und Drogenkultur, während „KETA UND KRAWALL“, „BIKINI GRELL“ und „WHO’S THAT“ ihren charakteristischen, clubtauglichen Sound auf den Punkt bringen. Features mit Ski Aggu (u.a. „Deutschland“, „Germany“) und Kollaborationen mit Money Boy, Salò oder 01099 platzieren sie im Zentrum einer neuen, genreoffenen Party- und Indie-Rap-Szene.
Inhaltlich steht Ikkimel für radikal sexpositive, feministische und queere Perspektiven, die mit Porno-Ästhetik, „Dirty Talk“ und bewusster Überzeichnung arbeiten. Sie dreht männlich dominierten „Sexrap“ um, parodiert klassische Macho-Posen und nutzt ihren linguistischen Background für dichte Wortspiele und Mehrdeutigkeiten. Songs wie „Bezahlen“ – genutzt in einem Radio-Wahlspot zur Europawahl 2024 – zeigen, wie ihr „Fotzenstyle“ Diskussionen um Jugendschutz, Kunstfreiheit und Sexrap anstößt.
Live überträgt Ikkimel diese Energie direkt ins Publikum: hohe BPM-Zahlen, technoide Drops und eine auffällige, poppig-trashige Ästhetik treffen auf eine Performance, die Empowerment und Provokation verbindet. Ihre Shows passen perfekt in die vielfältige Club- und Festivallandschaft und tragen dazu bei, Deutschrap, queere Szenen und die elektronische Musik-Kultur enger zu verweben – ein wichtiger Impuls für eine offene, vielfältige Live-Kultur, die man in München und weit darüber hinaus fühlen kann.