Schwarz-weiss Foto des Künstlers Danger Dan der nachdenklich in die Kamera blickt, vor schwarzem Hintergrund

Danger Dan

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Danger Dan, bürgerlich Daniel Pongratz, ist Rapper, Pianist und Songwriter – und eine der wichtigsten Stimmen im deutschsprachigen politisch geprägten Hip-Hop. Zwischen satirischem Rap, Chanson und Klavier-Balladen lotet er aus, wie weit Kunstfreiheit gehen darf, und verbindet dabei klare Haltung mit feinem Humor. Ob mit der Antilopen Gang oder solo am Flügel: Seine Songs wollen nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken einladen – und genau das macht seine Konzerte so besonders erlebbar.

Musikalisch begann Danger Dan im Reggae, tourte mit Jin Jin und dem Cheer Up Trio und spielte zwei Alben ein, bevor er Mitte der 2000er im Hip-Hop ankam. Gemeinsam mit seinem Bruder Panik Panzer und Koljah entwickelte er zunächst Projekte wie Anti Alles Aktion oder das parodistische Caught in the Crack, ehe 2009 die Antilopen Gang entstand. Parallel veröffentlichte er frühe Solo-Werke wie „Coming Out“ und „Dinkelbrot & Ölsardinen“, in denen er sich bereits politisch und gesellschaftskritisch positionierte und Themen wie Antisemitismus und Holocaust in Songs wie „Sommerlüge“ aufgriff.

Mit der Antilopen Gang gelang ihm ab 2014 der größere Durchbruch: Nach dem Signing beim Toten-Hosen-Label JKP etablierten sich die Antilopen mit Alben wie „Aversion“ und Songs wie „Beate Zschäpe hört U2“ oder „Atombombe auf Deutschland“ als prägende Kraft eines dezidiert antifaschistischen, satirischen Deutschraps. Gleichzeitig schärfte Danger Dan seine Solo-Stimme: weg vom überzeichneten Battle-Rap hin zu reduzierten Arrangements, in denen Klavier und Text im Mittelpunkt stehen und sich politische Kommentare, persönliche Reflexionen, schwarzer Humor und poetische Bilder mischen.

Der große Solo-Erfolg folgte 2021 mit dem Album „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“. Die fast ausschließlich am Klavier eingespielten Stücke verbanden politische Balladen, historische Bezüge und intime Momente – und wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem VIA-VUT Indie Award, mehreren Preisen für Popkultur und dem Listen To Berlin Award. Der Auftritt im „ZDF Magazin Royale“ mit Starpianist Igor Levit machte den Titelsong zu einem der wichtigsten politischen Lieder des Jahres. 2023 wurde Danger Dan zudem mit dem Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Musik geehrt, 2026 sorgte seine Single „Keine Angst“ und ein abgesagter TV-Auftritt für eine bundesweite Debatte über Zensur und antifaschistische Kunst.

Seine Einflüsse reichen von Deutschrap und politischem Punk über Reggae bis zur deutschsprachigen Kabarett- und Liedermachertradition. Auf der Bühne wechselt Danger Dan mühelos zwischen Moshpit-Energie mit der Antilopen Gang und bestuhlten Theaterabenden mit Flügel – immer mit einer klaren antirassistischen, antifaschistischen Haltung. Live werden seine Songs zu intensiven Momenten, in denen ein vielfältiges Publikum politisches Bewusstsein, Widerspruch und Emotionen gemeinsam fühlen und so die Kulturlandschaft weit über Rap hinaus prägen.