DER KLEINE PRINZ - Das Musical

| Gasteig, Philharmonie

„Der kleine Prinz“ von Antoine Saint-Exupéry wurde in 110 Sprachen übersetzt und zählt zu einem der meistgelesenen Bücher der Welt. Millionen von Kindern und Erwachsenen haben die Geschichte über den jungen Botschafter von einem fremden Stern regelrecht verschlungen. Seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1943 verbreitet das Buch einen universellen, in allen Kulturkreisen der Welt verstandenen und nachhaltig empfundenen Zauber, der die Menschen immer wieder aufs Neue fasziniert und in seinen Bann zieht.

Saint-Exupéry erzählt die traumhafte Geschichte eines Prinzen, der von einem fernen Stern kommend sich auf eine Reise von Planet zu Planet, von Situation zu Situation, von Mensch zu Mensch, von Charakter zu Charakter begibt und bestrebt ist, zu lernen, zu begreifen und zu verstehen. Dies fällt ihm umso schwerer, da er im Handeln und einseitigem Denken der „großen Leute“ – sprich der Erwachsenen – wenig Sinn erkennen kann. Sind die Menschen zu sehr mit sich selbst beschäftigt? Haben Sie  dadurch vergessen, den Fokus auf die relevanten Dinge des Lebens zu richten?

Diese Erkenntnis macht den Stoff zur wahren Literatur, zu einem Meisterwerk der Erzählkunst - und zu einem Buch auch und gerade für Erwachsene.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt unsichtbar für die Augen“ sagt er uns. Und dabei spüren wir in unserem Innersten wie zutreffend und bezeichnend diese Botschaft ist, deren Erkenntnis uns in die Lage versetzen und gleichzeitig dazu motivieren kann, unser tägliches Handeln und Tun entsprechend zu verändern.

Immer wieder wurden bereits Versuche unternommen, diesen magischen Stoff auch für die Bühne zu bearbeiten, und zwar meistens als pädagogisches Kindertheater. Dabei stand offensichtlich der Gedanke im Vordergrund, dass Kinder die Erzählung noch am leichtesten verstehen. Die Geschichte hingegen zielt aber gerade darauf ab, von den oft verschlossenen Herzen der Erwachsenen Besitz zu ergreifen und sie für die Erkenntnis der vermittelten Botschaft zugänglich zu machen. Insbesondere für solche „großen Leute“ ist eine Begegnung mit dem Kleinen Prinzen nicht nur wünschenswert, sondern unbedingt erforderlich.

Im „Kleinen Prinzen“ offenbart sich der Zauber innigster Gefühle. Wie gelingt es nun, Menschen einerseits zugänglicher für das Empfinden von Gefühlen zu machen und andererseits diese  tief und fest in ihren Herzen zu verankern?
Die Antwort ist einfach: mit Musik.

Als die amerikanische Opernsängerin  Deborah Sasson  aus Boston und der in Paris lebende  Sänger,  Schauspieler,  Musical-Regisseur und  Choreograf  Jochen Sautter vor  zwei Jahren nach einer erfolgreichen Vorstellung des Musicals „Das Phantom der Oper“ wieder einmal zusammen saßen, tauchte eine französische Original-ausgabe des „Kleinen Prinzen“ auf, was unverzüglich dazu führte, dass sich das Gespräch auf die Frage einer Vertonung des Stoffes verlagerte. Rasch war man sich darüber einig, dass die Welt des „Kleinen Prinzen“ aufgrund ihrer Gefühlsdichte geradezu nach Musik verlangt.

Ein Jahr später griff Jochen Sautter die Idee wieder auf. Zum Start einer möglicherweise erfolgenden Umsetzung schlug er Deborah Sasson vor, ein erstes Lied zu komponieren. Das Ergebnis war für beide so überzeugend, dass man beschloss, ein vollständiges Libretto zu erstellen und sich gemeinsam Gedanken über eine Komposition sowie die Form der Inszenierung zu machen. Stück für Stück arbeiteten sie sich durch den wunderbaren Stoff und bereicherten ihn mit eigenen Texten und Liedern bis schließlich der Entschluss feststand, die literarische Vorlage als ein „Musical für große und kleine Menschen“ herauszubringen.

Jochen Sautter übersetzte aus dem Französischen und verfasste die neuen Texte, während Deborah Sasson als Komponistin Nächte am Klavier verbrachte, wobei sie der Stoff zeitweise derart faszinierte und so sehr von ihr Besitz ergriff, dass sie für andere Dinge kaum noch ansprechbar war.
„Der kleine Prinz“, sagt Jochen Sautter, „bekommt nicht nur eine musikalische Komponente. Erzählerische Figuren wie die Rose, die Schlange oder der Fuchs sind geradezu prädestiniert, um auch tänzerisch umgesetzt zu werden“.

Die letzte, große Herausforderung, die es zu bewältigen galt, war die der Beset-zungen, der Kostüme, der Bühnenbildner und einer Inszenierung, die es vermag, die magische Welt des „Kleinen Prinzen“ mittels der neuesten Errungenschaften moderner Bühnentechnik neu auferstehen zu lassen.
Es galt ausgefeilte Projektionstechniken, Verwandlungsszenarien und einen enormen Bühnenbauplan an Requisiten und großen Objekten zu erstellen.

Nach einem langwierigen Ausleseprozess und nach zahlreichen Castings, Vorsingen, Vorsprechen und Vortanzen war die ideale Besetzung gefunden:
Der junge Sänger und Schauspieler Moritz Bierbaum wird die Rolle des Prinzen spielen. Seine Stimme mit ihrem ungewöhnlichen Timbre, sein schelmisches jedoch zugleich ernstes Wesen und nicht zuletzt seine kleine zarte Statur sind geradezu prädestiniert für die Rolle.
Der franco-kanadische Bariton Benoit Pitre verkörpert die Rolle des Piloten und verleiht ihr mit seiner kraftvollen Stimme und seinem eleganten französischen Akzent die nötige Tiefe. Die weiteren Rollen werden von Musicaldarstellern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gespielt.

An der Seite von Deborah Sasson arbeitet der namhafte Musiker Matthias Suschke, der unter anderem für den Friedrichstadtpalast in Berlin und für den Opernsänger Gunther Emmerlich orchestriert hat, an den Musikarrangements. Er übernimmt auch die musikalische Leitung.

Die aufwendigen, interaktiven Videoanimationen werden von dem polnischen Künstler Daniel Stryjecki entwickelt, der mit seiner Kunst nicht nur in Europa, sondern auch in Abu Dhabi und Dubai große Erfolge feiern konnte.

Das Ergebnis ist beeindruckend und wird im Dezember 2015 Premiere haben. Danach geht die Musical-Produktion auf große Europa-Tournee.

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

Preise

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Rosenheimer Str. 5

81667 München

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