Israel-Tage 2014 - Wie viel Wahrheit ist möglich?

| Gasteig, Carl-Amery-Saal

Nirgendwo sonst als im Nahen Osten wird so erbittert um die Interpretation der Geschichte gefochten, um Mythen, Identität und Moral - zwischen Juden und Arabern, zwischen Arabern und Arabern, zwischen Juden und Juden.

Die internationalen Medien zeichnen oft ein grotesk verzerrtes Bild der Situation vor Ort. Ein Beispiel dafür ist Jenin, ein Ort im Westjordanland, der 2002 zum Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen wurde. Nach einem Attentat der Hamas in Netanya mit 30 Todesopfern und 140 Verletzten rückte die israelische Armee in den Ort Jenin ein. Israel ging davon aus, dass Jenin Terroristen als Basis für viele Anschläge gedient hatte. Teile des Lagers wurden abgerissen, bei Kämpfen kam es zu mindestens 75 Todesopfern unter den Soldaten und den Bewohnern.

Das Vorgehen der Armee wurde sehr unterschiedlich dargestellt: Arabische Stimmen sprachen von einem „Мassaker“. Der Film Jenin, Jenin des arabischen Israelis Mohammed Bakri verlieh Menschen im Flüchtlingslager eine Stimme, die schwere Vorwürfe gegen Israel erhoben. Eine einstweilige Verfügung stoppte den Film, jedoch wurde diese vom Obersten Gerichtshof wieder aufgehoben. Die Begründung: Der Umstand, dass ein Film Falschaussagen beinhalte, rechtfertige keine Zensur. Der Film Jenin, the true Story, von der israelischen Armee auf Drängen der beteiligten Einheit in Auftrag gegeben,  lässt dagegen die Soldaten zu Wort kommen. Anhand von Ausschnitten aus beiden Filmen wird der Regisseur des zweiten Films, Michael Yochai, über die unterschiedliche Sichtweise diskutieren.
 

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

Preise

Kategorie 1 8,00 EUR
Rollstuhlfahrer 2,50 EUR

inkl. MwSt, zzgl. Service- & Versandkosten

Veranstaltungsort

Rosenheimer Str. 5

81667 München

DE

Mehr Infos zum Veranstaltungsort

Veranstalter

Jachad e.V.