Gnadentod

| Pasinger Fabrik

Schicksal einer deutschen Familie in den 30er und 40er Jahren (nach einer wahren Begebenheit)

„Niemand wusste zu jener Zeit, dass Hitler eine Verfügung unterschrieben hatte, die besagte, dass „nach menschlichem Ermessen unheilbar Kranken bei kritischster Beurteilung ihres Gesundheitszustandes der Gnadentod gewährt werden kann.“

Eugen Bitter, Schuhmacher, engagierter Hobby-Musiker und Sozialdemokrat, wird, im 1. Weltkrieg dreimal schwer verwundet, 1918 aus dem Militärdienst entlassen. Er ist mit der Medaille „Tapferkeit vor dem Feind“ ausgezeichnet. Monatelang leidet er unter Schlafstörungen und Albträumen, weil er die an der Westfront erlebten Gräuel nicht überwinden kann. Später scheint sich alles zu normalisieren. Er arbeitet, lebt mit seiner Frau Eugenie, den Kindern Max und Lena und musiziert auf seiner Geige.

Nach der Machtübernahme durch die Nazis erlebt Eugen immer wieder Dinge, die ihn zutiefst erschüttern: In der Reichskristallnacht wird das Geschäft seines jüdischen Nachbarn zerstört. Schließlich wird dieser von der Gestapo abgeholt; sein Sohn Max tritt der Hitlerjugend bei. Als aber seine Tochter von betrunkenen SA-Leuten massiv und handgreiflich bedroht wird, vergisst Eugen alle Vorsicht und schlägt einen der Angreifer nieder. Das zufällige Auftauchen des SS-Offiziers Michael verhindert das Schlimmste.

Mit dem Beginn des 2. Weltkrieges und den verbrecherischen Gewalttaten der Nazis nimmt dann auch dieses Familienschicksal seinen Lauf.


Es lesen (in alphabetischer Reihenfolge): Daniel Dell‘aquia, Shirin Lotze, Andreas Neumann, Götz Schuricke, Ingrid Storz, Fritz Ulrich, Andrea Wildner und Gabriel Wonn

Aufführungsrechte: Deutscher Theaterverlag, Weinheim
Eine Veranstaltung von Kunstforum Gilching e.V.

 

 

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

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Veranstaltungsort

August-Exter-Straße 1

81245 München

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Veranstalter

Pasinger Fabrik Kultur- und Bürgerzentrum GmbH