Pianistenclub: Junges Feuerwerk

| Seidlvilla

Der Pianistenclub München präsentiert:
JUNGES FEUERWERK

Die neuen Mitglieder im „Club der Jungen Pianisten“ stellen sich vor: Claudia Peter, Simon Haje und Anna Karácsonyi spielen Werke von Chopin, Skrjabin, Liszt, Schumann und Rachmaninow. Im ersten Konzert des Jahres in der Seidlvilla präsentieren sich drei neue Stars im Club der Jungen Pianisten im Alter von 13 bis 16 Jahren. Sie alle haben etliche Preise in nationalen und internationalen Wettbewerben, langjährige Konzerterfahrung und überragende Bühnenpräsenz vorzuweisen. Im Konzert „Junges Feuerwerk“ hören wir überwiegend romantische und spätromantische Klaviermusik. Der Abend beginnt mit Claudia Peter, 16 Jahre, aus dem Nordschwarzwald und in ganz Deutschland konzertierend. Sie startet schwungvoll mit dem b-Moll-Scherzo von Chopin, dem populärsten der vier Chopin-Scherzi. Die virtuose Fis-Dur-Sonate von Skrjabin folgt, eine Reise in extreme Gefühlswelten des Komponisten: schmachtende Sehnsucht nach einem weit entfernten Ziel, Entzücken, als das Ziel endlich erreicht wird. Skrjabin verwendet dabei in der Musikgeschichte neue Stilelemente: prestissimo volando, dem Ziel entgegenfliegen bis zur Ekstase, ähnlich wie in seinem Werk „Poème de l’extase“. Simon Haje, 13 Jahre, stammt aus Berlin, tritt seit seinem fünften Lebensjahr öffentlich auf und ist bereits Jungstudent an Berliner Universität der Künste. Er führt uns in die hochromantische Welt von Schumann, Liszt und Rachmaninow. Beginnend mit der Liszt-Etüde „Waldesrauschen“ folgen die Fabel aus den Fantasiestücken und vier Kostproben aus den Davidsbündlertänzen von Schumann. In der Fabel können wir einen „Streit der Tiere“ erleben bis zur „beängstigend-phantastischen Spiegelung mit einem Hexenantlitz“. Über die Davidsbündlertänze schreibt der Komponist an seine Braut Clara: „In den Tänzen sind viele Hochzeitsgedanken – sie sind der schönsten Erregung entstanden, wie ich mir nur je besinnen kann.“ Schumann fand keinen Verleger für dieses Werk und übernahm die Druckkosten dafür schließlich selbst. Simon beendet seinen Auftritt mit dem E-Dur-Presto aus Rachmaninows „Moments musicaux“: Ein brausender Naturgesang auf den Frühling mit am Ende vierfachem Forte, energiegeladen und leidenschaftlich – Sinnbild der in der russischen Malerei so oft dargestellten Schneeschmelze. Anna Karácsonyi, 16 Jahre jung, beendet das Konzert. Sie stammt aus Nordrhein-Westfalen und ist Preisträgerin u. a. beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und „Chopin-Wettbewerb Budapest“. Sie spielt für uns die dritte Sonate in g-Moll von Schumann. Das Werk ist der Pianistin Henriette Voigt gewidmet, die einen vielbesuchten Salon in Leipzig führte. Ein sehr virtuoses Werk, im zweiten Satz mit den Spielanweisungen „So rasch wie möglich“ und später „schneller“ und sogar „noch schneller“. Clara fand den letzten Satz viel zu schwer. Daraufhin komponierte Robert Schumann ein neues Finale. Für Liszt jedoch war die Sonate daraufhin zu konservativ, was Schumann tief verstimmte, fühlte er sich doch als Avantgardist. Mit kurzen Beiträgen zu den Komponisten, den Werken und den jungen Künstlern begleitet Bernd Schmidt als Moderator durch das Konzert.


Das Programm

Frédéric CHOPIN (1810–1849)
Scherzo Nr. 2 b-Moll op. 31 (1837)                            

Alexander SKRJABIN (1871–1915)
Klaviersonate Nr. 4 Fis-Dur op. 30 (1903)
Andante – Prestissimo

Claudia Peter, Klavier

Franz LISZT (1810–1856)
Aus: Zwei Konzertetüden (1863)
Waldesrauschen

Robert SCHUMANN (1810–1856)                             
Aus: Fantasiestücke op. 12 (1837)
Nr. 6 Fabel

Aus: Davidsbündlertänze op. 6 (1837/38)        
Nr. 8 Frisch
Nr. 9 Lebhaft
Nr. 14 Zart und singend
Nr. 15 Frisch    

Sergej RACHMANINOW (1873–1943)    
Aus den Moments musicaux op. 16 (1896)
Nr. 4 E-Dur Presto                

Simon Haje, Klavier

Robert SCHUMANN
Klaviersonate Nr. 3 g-Moll op. 22 (1833–38)
So rasch wie möglich
Andantino. Getragen
Scherzo. Sehr rasch und markiert
Rondo. Presto
Anna Karácsonyi, Klavier

Idee, Konzept und Moderation: Bernd Schmidt

PAUSE mit einem von Mitgliedern vorbereiteten Buffet


Der Pianistenclub

Der Pianistenclub e. V. ist 1997 von sechs Pianisten und einem Klavierbauer gegründet worden. Ziel der Gruppe ist es, Konzerte eigenverantwortlich zu organisieren, um sich den Wunsch zu erfüllen, als Pädagoge und konzertierender Musiker ohne einschränkende Vorgaben tätig zu sein. Im Lauf der Zeit haben die ersten sieben durch ihre Konzerttätigkeit eine Vielzahl Gleichgesinnter hinzugewonnen. In diesem Jahr gestalten 36 Pianisten über 30 Konzerte von der Programmidee bis zur Umsetzung am Konzertabend, mit der engagierten Unterstützung einiger ehrenamtlicher Nichtmusiker. Damit übernehmen die Künstler des Pianistenclub auch eine wichtige Aufgabe für die Gesellschaft, nämlich den Nachwuchs für die Ausübung von Musik zu begeistern und den Glauben daran zu stärken, dass Träume wahr werden können.   Mit seinen ermäßigten Familienkarten, günstigen Kindereintrittspreisen, regelmäßigen Schülerkonzerten, Konzerten in familiärem Rahmen in kleinen Konzertsälen und nicht zuletzt durch die Veranstaltung von Konzerten mit heranwachsenden Pianisten leistet der Pianistenclub einen Beitrag zur Jugendförderung, zur Verbreitung der klassischen Musik in allen Bevölkerungsschichten und gibt Ansporn, diese auch auszuüben. Seit seinem Bestehen hat der Pianistenclub viel erreicht: Jedes Jahr werden ein Orchesterkonzert im Cuvilliés-Theater, mehrere Konzerte im Kleinen Konzertsaal im Gasteig und bis zu 30 Konzerte in kleineren Sälen veranstaltet; große Organisationen wie UNICEF kamen auf den Club zu, um Benefizkonzerte zu veranstalten. Seit 2009 sind die Konzert-Eintrittskarten auch MVV-Fahrkarten. Dies ist nicht nur ein besonderes Angebot für die Besucher der Konzerte, sondern auch ein Beitrag zum Umweltschutz, den der Pianistenclub trotz begrenzter finanzieller Mittel leistet. Um so attraktiv und erfolgreich weiterarbeiten zu können, ist der Club immer wieder auf finanzielle Unterstützung angewiesen nd freut sich über jede Art von Spenden und Sponsoring (steuerabzugsfähige Spendenquittungen sind selbstverständlich möglich). Viele Fördermitglieder haben die Einmaligkeit der Organisation bereits erkannt und fördern sie durch ihre Mitgliedschaft: Fördermitglieder erhalten bis zu 30 % Ermäßigung auf alle Eintrittspreise und werden regelmäßig per Post oder konzertnah per E-Mail über die Konzerte informiert.

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

21,55 EUR

inkl. MwSt, zzgl. Service- & Versandkosten

Jetzt Tickets auswählen

Veranstaltungsort

Nikolaiplatz 1b

80802 München

DE

Mehr Infos zum Veranstaltungsort

Veranstalter

Pianistenclub e.V.