Der Stern von Bethlehem - Kantate zu Dreikönig

| Herz-Jesu-Kirche

Josef Gabriel Rheinbergers „Der Stern von Bethlehem“

Nach der überaus positiven Publikumsresonanz vom vergangenen Jahr wagt sich der Projektchor des Sängerkreises München zum Dreikönigstag 2019 erneut an die Aufführung von Johann Sebastian Bachs Kantate BWV 65 „Sie werden aus Saba alle kommen“ und an den „Stern von Bethlehem“ von Josef Gabriel Rheinberger, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine eindrucksvolle Persönlichkeit im Münchner Musikleben war und in ganz Europa für Aufsehen sorgte.
Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901): Der Stern von Bethlehem

Josef Gabriel Rheinberger kam am 17. März 1839 in Vaduz im Fürstentum Liechtenstein zur Welt und erhielt im Alter von fünf Jahren seinen ersten Musikunterricht.  Er zeigte eine so große Begabung, dass er bereits zwei Jahre später, also im Alter von sieben Jahren, als Organist an der Vaduzer St, Florinskapelle eingesetzt wurde. Schließlich schickte ihn der Vater mit 12 Jahren zum Musikstudium an das Hausersche Konservatorium nach München, wo er ebenfalls rasante Fortschritte machte, und schon bald (mit 13 Jahren) als Organist an den Kirchen St. Ludwig und St. Michael tätig war. München wurde zu seiner zweiten Heimat und Rheinberger wurde 1859 zunächst Klavier-, und ein Jahr später Kompositionslehrer am Konservatorium. Im Jahre 1877 ernannte ihn Ludwig II zum königlichen Hofkapellmeister. Am 25. November 1901 verstarb Geheimrat Professor Dr. Josef Gabriel Ritter von Rheinberger als hoch angesehener Bürger in München, wo er auch zunächst auf dem Südfriedhof neben seiner Frau beigesetzt wurde. Im Jahre 1949 wurden die Gebeine des Paares dann nach Vaduz überführt.
Neben seiner Bedeutung als Komponist verdient vor allem auch sein pädagogisches Schaffen große Beachtung. Er gehörte weltweit zu den gefragtesten Kompositionslehrern seiner Zeit und übte maßgeblichen Einfluss auf die nachfolgende Komponistengeneration aus. Zu seinem Schülerkreis gehörten Richard Strauss, Max Bruch, Engelbert Humperdinck und Wilhelm Furtwängler, aber auch Schüler aus den noch jungen Vereinigten Staaten von Amerika wie Horatio Parker und George Chadwick  – um nur einige zu nennen.
Die Weihnachtskantate „Der Stern von Bethlehem“ gehört zu den letzten groß angelegten Werken des Komponisten. Sie entstand im Jahre 1890 unter Verwendung eines neunteiligen Gedichtzyklus von Rheinbergers Gemahlin, Fanny von Hoffnaaß (1832-1892), den diese ganz bewusst für eine Vertonung konzipierte. Auch wenn dieser Text nicht ganz frei von zeitbedingten Klischees ist, so gelingt Rheinberger doch eine einzigartige Synthese von Inhalt und musikalischem Ausdruck, oder, wie der Rheinberger-Herausgeber Harald Wenger im Vorwort zur Partitur schreibt: „Eine Komposition eigener Prägung, die auch durch meisterhafte Satzkunst und innere musikalische Geschlossenheit beeindruckt.“ Rheinberger selbst wohnte übrigens nie einer Aufführung seines Werkes bei – es war für ihn wohl zu eng mit dem Tod seiner Frau verbunden, die über den Druckbögen zum Klavierauszug des „Stern“ am 31. Dezember 1892 verstarb.

Christian Kelnberger  (Choreinstudierung/Musikalische Gesamtleitung)
Christian Kelnberger studierte Musik (Gitarre/Laute bei Barbara Polasek, Klavier bei Gernot Sieber) am Richard-Strauss-Konservatorium in München. 1991 absolvierte er sein Konzertexamen am Royal College of Music in London, dem er seitdem als assoziiertes Mitglied angehört. 1996 erfolgte die Promotion im Fach Englische Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München mit einer Arbeit über die Liedkompositionen des englischen Komponisten John Dowland. Als Gitarrist machte er Aufnahmen für den BR und ist außerdem für die Bayerische Staatsoper tätig. In den letzten Jahren verlegte sich sein Interesse zunehmend auf eine Tätigkeit als Dirigent und Chorleiter. Er ist Mitbegründer des Freien Opernensembles München (FROM) und leitete im Herbst 2010 und 2011 zwei Aufführungsserien von Mozarts erster Oper Apollo et Hyacinthus im Schwabinger Theater LEO17. Im gleichen Jahr übernahm er das Amt des Kreischorleiters des Sängerkreises München und dirigierte Händels Oper Acis and Galatea im Münchner Prinzregententheater. Außerdem leitete er u.a. Aufführungen von Händels Messiah, der Kantate Der Stern von Bethlehem von Josef Rheinberger und Carl Orffs Carmina Burana.

Yvonne Steiner, Sopran
Yvonne Steiner, geboren in München, studierte Gesang bei Dietrich Schneider. Zudem arbeitet sie mit Stellario Fagone und Christiane Libor. Als freischaffende Sängerin ist sie hauptsächlich im Bereich Oper, aber auch im Konzert- und Liedfach sowie im Oratorienbereich tätig. Von 2006 bis 2015 war sie Mitglied im  Ensemble der Neuburger Kammeroper, die im Stadttheater  Neuburg an der Donau selten gespielte Opern aufführt.  Außerdem gehört sie seit 2007 dem Ensemble des Freien  Landestheaters Bayern an, mit dem sie regelmäßig an verschiedenen deutschen Bühnen gastiert. 2010 debütierte sie  am Staatstheater am Gärtnerplatz in München in der Rolle des Cupido aus J. Offenbachs Operette Orpheus in der Unterwelt. 2016 war sie bei den Wiener Festwochen in Theater an der Wien Cover für Marzelline in Beethovens Fidelio.  Mit dem Budapester Operntheater war sie kürzlich als Pamina in Bremen, Augsburg und Freiburg auf Tournee, im kommenden Winter folgen die  Stationen Stuttgart, Singen und Mannheim.

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Lachnerstr. 8

80639 München

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Sängerkreis München e. V.