Die Hauptsache

| Gasteig, Carl-Orff-Saal

Eine Show zwischen Gehörlosen und Hörenden  
Mit  Die  Hauptsache  begibt  sich  das  Deutsche  Gehörlosentheater  in  bisher  unbekannte  Gefilde.  Erstmals  stehen  nicht  nur  gehörlose  Darsteller*innen  auf  der  Bühne,  sondern  auch  hörende Akteur*innen.  Während  die  Gehörlosen  in  Deutscher  Gebärdensprache  auf  der  Bühne  kommunizieren,  nutzen  die  Hörenden  die  Deutsche  Lautsprache.  Die  Kluft  zwischen  den  Sprachen, das Miss-­‐ und Nichtverstehen wird somit zum zentralen Dreh-­‐ und Angelpunkt der Inszenierung.  Das Publikum taucht unmittelbar in diesen Strudel sprachlicher Verwirrungen ein, finden doch einige Dialoge in Gebärden-­‐ und Lautsprache gleichzeitig statt. Was hat mein Gegenüber gerade gebärdet? Was  soll  mir  diese  Geste  des  Hörenden  sagen?  Wie  kann  diese  Kluft  zwischen  gehörlosen  und  hörenden Figuren überbrückt werden? Während  zu  Beginn  die  Figuren  einander  permanent  missverstehen  und  dadurch  in  allzu  komische  Situationen  gleiten,  soll  im  zunehmenden  Verlauf  des  Stückes  die  sprachliche  Kommunikation  der Figuren  in  den  Hintergrund  treten.  Stattdessen  kommunizieren  die  gehörlosen  wie  hörenden  Akteur*innen durch Mittel der Maskerade, des gemeinsamen Spiels und des theatralen Bildes. Wie könnte wohl eine Gesellschaft aussehen, in der es unerheblich ist, ob man gehörlos ist oder hörend? Wie  viel  vermögen  wir  durch  einen  Blick,  durch  eine  Berührung,  durch  ein  Lächeln  zu  sagen?  Wie  sähe eine Sprache des Herzens aus, anstelle der Sprachen der Hände und des Mundes?

Inhaltsangabe:
Das Leben ist ein Trauerspiel – zumindest für die Besucher*innen einer mysteriösen Wahrsagerin in einem namenlosen, russischen Städtchen. Hunger und Krankheit, aber noch schlimmer Trübsinn und Einsamkeit  greifen  um  sich  und  verdüstern  die  Gedanken  der  Leute.  Doch  steckt  in  jeder  Tragödie  auch  ein  Lustspiel,  sowie  in  jeder  Komödie  die  Tragik  liegt,  und  so  macht  es  sich  ein  reicher Lebemann zur Aufgabe die Gemüter dieser Personen aufzuhellen. Doch wie erwärmt man das kalte Herz eines Menschen? Mit der Kraft der Maskerade, mit dem Zauber des Theaters! Flugs beschafft sich besagter Wohltäter drei  weitere,  äußerst  erfolglose  Schauspieler*innen  und  zieht  mit  ihnen  verdeckt  in  ein  russisches  Wirtshaus, wo sich all die traurigen Gäste der Wahrsagerin bereits einquartiert haben. Dort beginnt nun  ein  buntes  Verwirrspiel  der  Gefühle.  Die  junge  Tänzerin  gibt  sich  als  Hausmädchen  aus  und  verführt  den  selbstmörderischen  Studenten.  Ihr  Ehemann,  der  Schauspieler,  mimt  den  beflissenen Angestellten  und  flirtet  mit  der  blässlich  kranken  Stenotypistin,  während  die  Komikerin  ununterbrochen  Wodka  trinkt  und  nebenbei  der  verbitterten  Oberlehrerin  ein  Beruhigungsmittel nach dem nächsten verabreicht.   Herzen werden entflammt, Paare verlieren und finden sich und über all dem wacht mit einem milden Lächeln  der  ominöse  Wohltäter.  Finden  die  Paare  die  wahre  Liebe  und  das  Glück?  Enttarnen  die  Pensionsgäste die maskierten Schauspieler*innen? Und wo steckt eigentlich dieser Ehebrecher, den scheinbar alle suchen? Die  Hauptsache  ist  eine  bunte  Komödie  aus  der  Feder  des  1953  verstorbenen,  russischen  Theatermachers Nikolai Evreinov. Das Deutsche Gehörlosentheater unter der künstlerischen Leitung von  Jeffrey  Döring  schreibt  diese  heitere  Maskerade  um  und  kreiert  einen  Abend  über  Liebe,  Verstellung und die Kunst, sich trotz sprachlicher Hürden zu verständigen.

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

Saalplan

Preise

Kategorie 1 25,00 EUR
Kategorie 2 20,00 EUR

inkl. MwSt, zzgl. Service- & Versandkosten

Jetzt Tickets auswählen

Veranstaltungsort

Rosenheimer Str. 5

81667 München

DE

Mehr Infos zum Veranstaltungsort

Veranstalter

Deutsches Gehörlosen-Theater e.V.