Russische Seele - Symphoniekonzert

| Residenz, Herkulessaal

„Russische Seele“

Pjotr Iljitsch Tschaikovskij (1840 – 1893) Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-moll op. 23

Alexander Porfirjewitsch Borodin (1833 – 1887) Symphonie Nr. 1 Es-Dur

Michele Carulli, Dirigent
Sandro Ivo Bartoli, Klavier
Symphonieorchester Wilde Gungl München

Das Motto unseres Konzerts spricht einen recht vagen Begriff an, selbst in der Literatur findet sich keine eindeutige Erklärung. Wenn wir uns der Bedeutung zu nähern versuchen, öffnet sich ein Strauß unterschiedlicher Eigenschaften, Verhaltensweisen und Merkmale, die dazu in Beziehung stehen. Dazu gehören sicher extreme Gegensätze jeglicher Art, so wie auch das riesige Russland durch solche bestimmt ist. Starke und offen gezeigte Emotionen, denen häufig mehr Gewicht zugemessen wird als rationalen Erwägungen spielen ebenfalls eine große Rolle. Typisch dürfte auch die starke Identifikation mit Land, Leuten, Kultur und Religion sein.

All diese Andeutungen versprechen einen interessanten Konzertabend, während dessen Sie möglicherweise herauszuhören versuchen, welche der genannten Assoziationen zutreffen könnten.

Zu Tschaikowskys, großartigem ersten Klavierkonzert das zu den beliebtesten Konzertstücken in unserem Musikbetrieb gehört, braucht man nicht viel zu sagen, es wird bei uns viel gespielt und stets gerne gehört. In Tschaikowskys Werken scheint die „Russische Seele“ zwar weniger stark auf, denn seine  Kompositionen sind weitgehend vom westlichen Musikverständnis beeinflusst, doch auch er kann und will seine Wurzeln nicht verleugnen und greift in seinen Werken auf volkstümliche Melodien zurück.

Völlig anders bei Borodin. Er gilt als der genialste der „Russischen Fünf“ oder des „mächtigen Häufleins“, einer Gruppe von Komponisten, die das gemeinsame Ziel hatten, eine nationalrussische Musiktradition zu gründen. Seine erste Symphonie wird bei uns sehr selten aufgeführt, was wegen der musikalischen Qualität und der genialen Einfälle nicht nachvollziehbar ist. Der Rhythmus ist, wie immer in Borodins Musik auch in dieser Symphonie das treibende Element aber auch Melodik und Harmonie finden eine ganz eigene Ausprägung. So fasziniert das Werk durch seine fremdartige Kraft, Farbigkeit und Motorik, aber auch durch tiefe Sensibilität und romantischen Gefühlsreichtum. Schon diese frühe Symphonie zeigt Pracht und Farbigkeit im Stil des reifen Komponisten.

Der Solist des Abends, Sandro Ivo Bartoli, wird als einer der bedeutendsten Italienischen Musiker der letzten Jahrzehnte gefeiert und konzertierte mit großem Erfolg in nahezu allen großen Konzertsälen der Welt.

Dieses Konzert verjüngt sich die traditionsreiche Wilde Gungl: Wir freuen uns, jungen Talenten der Münchner Streicherakademie ein Forum für symphonisches Musizieren bieten zu können.

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

Saalplan

Preise

Kategorie 1 29,40 EUR
Kategorie 2 23,80 EUR
Kategorie 3 18,20 EUR

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Veranstaltungsort

Residenzstr. 1

80333 München

DE

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Veranstalter

Münchner Orchesterverein Wilde Gungl e.V.