CLAVIER IN NYMPHENBURG - L. v. Beethoven

| Johannissaal im Schloss Nymphenburg

Marcello Gatti, Professor für Traversflöte an der Universität Mozarteum in Salzburg und Oliver Andreas Frank, Leiter der Reihe „Clavier in Nymphenburg“ spielen an diesem Abend selten zu hörende Kammermusik von Ludwig van Beethoven.  

Die Flötensonate in B-Dur fand man nach Beethovens Tod zusammen mit vielen anderen Werken, denen er keine eigene Werknummer gegeben hatte, wie z.B. dem bekannten „Für Elise“.  Beethoven hatte diese Sonate in jungen Jahren noch in Bonn für einen befreundeten Flötisten geschrieben. Ihr optimistischer Grundzug und die an Mozart erinnernde  Kompositionsart verbinden sich mit Episoden  ungewöhnlicher Klangfarben, die seine spätere Experimentierlust  gut erkennen lassen.

Das Rondo in C-Dur, Op. 51,1 für Fortepiano solo ist  ebenfalls ein frühes Werk, das trotz seiner strengen klassischen Form und einem leidenschaftlichen Moll-Intermezzo seine tänzerisch-leichte und äußerst elegante Grundtendenz bewahrt.

Die Serenade Op. 25, ein  Werk voller Humor, tänzerisch-derber Lebensfreude und farbigen Wechselspielen wurde von Beethoven selbst für die Besetzung Traversflöte und Fortepiano  bearbeitet.

Beethoven waren unsere heutige Querflöte aus Metall und unser heutiger Konzertflügel nicht bekannt. Er schrieb für die Traversflöte aus Holz und ohne Klappen-Apparat, die sich durch ihren weicheren,  elegant-farbigen Klang  auszeichnet. Als ausübender Pianist spielte Beethoven  in seiner frühen Bonner Zeit ausschließlich und auch später in Wien öfter auf den Instrumenten des innovativen Augsburger Klavierbauers Andreas Stein, die schon damals für ihren feinen, hellen und dynamisch sehr variablen Klang geschätzt wurden.  

An diesem Abend hören sie Marcello Gatti auf seiner exzellenten Traversflöte und Oliver Andreas Frank an einem hervorragenden Nachbau eines  Stein-Flügels von Paul McNulty.

"Clavier in Nymphenburg" wird als Kammerkonzertreihe im Johannissaal von Schloss Nymphenburg von Oliver Andreas Frank geleitet. "Clavier" als Sammelbegriff aller Tasteninstrumente verdeutlicht das Programm, bei dem ein Clavierinstrument jeweils eine herausragende Rolle spielt. Ob Soloabende für Cembalo, Hammerflügel oder modernes Klavier, Liederabende, Violin- oder Flötensonaten, Klaviertrio oder- quartett: die vielfältige Programmauswahl spiegelt das bunte, sich gegenseitig beeinflussende Musikleben im kleinräumigen Europa früherer Epochen wieder.
"Musik möglich machen" ist das Motto von Cara Musica, Gesellschaft zur Förderung alter Musik in München e.V.", die die Konzerte organisiert.

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29,00 EUR

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Veranstaltungsort

Schloss Nymphenburg, Eingang 19

80638 München

DE

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Veranstalter

Cara Musica e.V.