"König der Juden" (Auszüge) von Alexander Glasunov

| Evang.-Luth. Stephanuskirche

Im Konzert des Nymphenburger Kantatenchors erklingen zwei große geistliche Kompositionen, die in der Münchner Musikszene selten zu Gehör gebracht werden: Musik von Alexander Glasunov zum Drama „König der Juden“, op. 95 und „Lauda Sion“, op. 73 von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Unter den großen Bühnenmusiken des russischen Komponisten Alexander Glasunov (1865-1936) gebührt der Musik zum geistlichen Drama „König der Juden“ des Großfürsten Konstatin Konstantinowitsch Romanov (1858- 1915) besondere Aufmerksamkeit. Das Stück stellt eine dramaturgische Bearbeitung der Evangeliumsgeschichte dar und handelt vom Einzug Jesu in Jerusalem, der Verschwörung gegen ihn, dem Gericht und der Kreuzigung sowie seiner wundersamen Auferstehung.

Glasunov orientiert sich an den Schauspielmusiken von Ludwig van Beethoven und Michail Glinka. Die Orchestereinleitung, die Zwischenspiele und einige Instrumental- und Chornummern, welche die einzelnen Momente der Handlung musikalisch untermalen, bilden für sich allein eine vollständige symphonische Erzählung. Der szenischen Vollständigkeit wegen fügen wir im Konzert die von einem Sprecher vorgetragenen Auszüge aus dem Drama, die den außermusikalischen Inhalt der Stücke verdeutlichen, hinzu.

Im Jahr 1846, als sein oratorisches Hauptwerk „ELIAS“ mit großem Erfolg uraufgeführt wurde, bekam Felix Mendelssohn-Bartholdy vom belgischen Musiker Henri-Guillaume Magis den Auftrag, ein Oratorium für Soli, Chor und Orchester zu schreiben. Es entstand eine der wenigen nahezu vollständigen Neuvertonungen der Sequenz des Thomas von Aquin zum , dem Fronleichnamsfest. Der liturgische Text war ein ungewohntes Terrain für Mendelssohn, denn anstelle von Bibelversen und Psalmen sollte alles in lateinischer Sprache erklingen. Damit wird die Sonderstellung dieses Werkes deutlich: weniger der Traditionsbezug, etwa zu Bach und Händel, sondern eine spürbar einfacher gehaltene kontrapunktische Diktion und reduzierte Begleitformeln im Orchester. Nicht die Dramatik einer Situation (vgl. op 42 „Wie der Hirsch schreit...“), sondern ein meditativer Text und die Darstellung der Wandlung ergeben ein feierliches, teilweise mittelalterlich klingendes Werk.

Mitwirkende:

  • Dietrich Weiß, Sprecher
  • Roswitha Schmelzl, Sopran
  • Veronika Sammer, Alt
  • Moon Yung Oh, Tenor
  • Gerrit Illenberger, Bass
  • Ensemble Nymphenburg,
  • Nymphenbuger Kantatenchor
  • Maria Baron, Leitung

 

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Preise

Kategorie 1 35,00 EUR
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Veranstaltungsort

Nibelungenstr. 51

80639 München

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Veranstalter

Evang.-Luth. Stephanuskirche Nymphenburg-Neuhausen