Elisabeth Artmeier und Freunde - Italienische Serenaden

| Kultur im Oberbräu

Der Operetten- und Liederabend mit Elisabeth Artmeier (Sopran), Richard Wiedl (Tenor) und dem von Timm Tzschaschel geleiteten Salonorchester Bad Wiessee wird zur italienischen Nacht der großen Gefühle.

Elisabeth Artmeier singt u.a. „O mio babbino caro“ („O mein lieber Papa“), eine Arie aus Giacomo Puccinis Oper „Gianni Schicchi“, die 1918 in der Metropolitan Opera in New York uraufgeführt wurde. Das Stück gilt als eine der bekanntesten und beliebtesten Opernarien und zählte natürlich auch zum Repertoire der großen Maria Callas. Schwelgen lässt Elisabeth Artmeier auch bei „Quando m’en vo“ (Wenn ich gehe), auch “ Musettas Walzer “ genannt, einer Sopranarie aus Puccinis Oper „La Bohème“.

Mit „Santa Lucia“ trägt sie ein neapolitanisches Lied (Canzone napoletana) aus der Mitte des 19. Jahrhunderts vor. Der Text preist den pittoresken Fischerhafen am Golf von Neapel mit den Worten eines Schiffers, der zu einem Bootsausflug in der kühlen Abendluft einlädt. Das Lied wurde in kürzester Zeit zum Welterfolg und von Enrico Caruso ebenso gesungen wie von Elvis Presley.

Und schließlich: „O sole mio“ (Meine Sonne), das 1898 von dem neapolitanischen Musiker Eduardo Di Capua komponiert wurde. Er schuf damit einen Gassenhauer, der einen Siegeszug um die ganze Welt feierte. Der große neapolitanische Tenor Enrico Caruso nahm das Lied 1916 erstmals auf Platte auf. Später fügten fast alle großen Tenöre das Lied ihrem Repertoire hinzu. Aber auch Dean Martin oder Elvis Presley („It’s Now or Never“) übernahmen den Welterfolg. Anekdote am Rande: Bei den Olympischen Spielen 1920 in Antwerpen konnte man die italienische Nationalhymne nicht finden und spielte stattdessen „O sole mio“.

Richard Wiedl singt an diesem Abend im Festsaal u.a. „Die Caprifischer“ („Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt“). Das Lied aus dem Jahr 1943 stammt aus der Feder des deutschen Komponisten Gerhard Winkler und wurde in der Aufnahme von Rudi Schuricke Anfang der 1950er Jahre zum Welterfolg. Der Schlager stand exemplarisch für die deutsche Italien-Sehnsucht, die in der Zeit des Zweiten Weltkriegs in zahlreichen romantischen Schlagern ihren Ausdruck fand und in der Wirtschaftswunder-Ära, die vielen Westdeutschen erstmals Urlaubsreisen ans Mittelmeer ermöglichte, eine zweite Blüte erlebte.

Elisabeth Artmeier absolvierte ein Studium für Sologesang und Operndarstellung an der Hochschule für Musik in München. Sie erwarb ein umfangreiches Repertoire als lyrischer Sopran in Oper und Operette, trat sowohl an internationalen Bühnen auf als auch bei einer Vielzahl von Konzerten mit großen Orchestern wie etwa dem Johann Strauss Ensemble München, dem Orchester Capriccio oder dem Wiener Salonorchester Augsburg. Bis 2009 war Elisabeth Artmeier Ensemble-Mitglied des Freien Landestheaters Bayern. Dazu kommen regelmäßige Opern- und Operettenauftritte im Prinzregententheater München und im Gasteig u.a. in „Figaros Hochzeit“, „Zauberflöte“, „Zigeunerbaron“ und „Fledermaus“. Ihre große Liebe gilt der Operette.

Der Münchner Tenor gilt als Tausendsassa auf den Bühnen dieser Welt und durfte mit Stars wie Placido Domingo, Hermann Prey, Kiri Te Kanawa und Edda Moser unter großen Dirigenten wie Karl Böhm, Herbert von Karajan oder Graf Nikolaus Harnoncourt auftreten. Er begann als 1. Sopransolist im Tölzer Knabenchor, studierte Gesang am Richard-Strauss-Konservatorium in München sowie Sologesang und Operndarstellung an der Münchner Hochschule für Musik in München. Seit 1996 ist der Sänger gern gesehener Gast an vielen deutschsprachigen Musiktheatern wie der Oper Leipzig und dem Theater an der Wien. Tourneen führten ihn nach Amerika, Afrika und Europa. Im Fernsehen war er u.a. bei der „Superhitparade der Operette“ zu sehen und bereicherte mehrere CD-Produktionen (z.B. „Wiener Heurigen Lieder“) mit seiner Stimme.

Als Operettenbuffo am Stadttheater Würzburg verfügt er über eine ausgiebige Opern-, Musical- und Konzerterfahrung. Seine künstlerische Vita zieren auch zahlreiche Gastspiele u.a. in Tokio, Osaka, Bern, Klagenfurt, Weimar, Lübeck, der Oper Leipzig, dem Theater an der Wien, dem Schleswig-Holsteinischen Landestheater und der Kammeroper Hamburg. Der 1. Preisträger beim Bundeswettbewerb Gesang (1985) und Preisträger beim „Jan-Kiepura-Gesangswettbewerb für Operette“ (2005) glänzt übrigens auch durch sein tänzerisches Können (Deutscher Vizemeister im Steptanz, 1990).

 

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

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