Konzert ensemble hartmann21 mit Peter Eötvös Piano und Roxana Lucia Mihai Gesang

| Karl Amadeus Hartmann-Gesellschaft

Mit Helmut Lachenmann und Peter Eötvös können wir zwei der exponiertesten Komponistenpersönlichkeiten begrüßen, die die Musikgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts entscheidend geprägt haben. Insbesondere durch ein systematisches Erkunden der Instrumente und der innovativen Erweiterung ihrer Spieltechniken setzte Lachenmann ganz individuelle Impulse. Auf diese Weise wird die Art der Entstehung von Musik ebenso mit einbezogen wie z.B. Klangfarbe und Lautstärke. Das 1968 entstandene „TemA“ dürfte eine der ersten Kompositionen sein, in denen das Atmen als akustisch vermittelter, energetischer Vorgang thematisiert wurde. Ganz im Sinne Karl Amadeus Hartmanns nimmt Musik hier ein gesellschaftskritisches Potenzial in Anspruch: „Schönheit als verweigerte Gewohnheit.“ (Helmut Lachenmann)

Auch Peter Eötvös lotet in seinen Werken „Psy“ für Flöte, Violoncello und Klavier und „Two poems to Polly“ (Text von Lady Sarashina aus dem 11. Jahrhundert) für einen „sprechenden Cellisten“ das Spannungsfeld zwischen Klang und Sprache aus.  Seine Musik weist eine sprachanaloge Faktur auf und schöpft aus einem reichen Fundus an Farben und Stimmungen. Eine besondere Freude ist es, Peter Eötvös – einer der renommiertesten Dirigenten und Pianisten – auch als Interpreten seiner eigenen Kompositionen „Erdenklavier – Himmelklavier“ sowie "Un taxi l´attend, mais Tchékhov préfère aller à pied" begegnen zu können.

Auch mit unserem neuen eigenen ensemble hartmann21 fühlen wir uns weiterhin der Intention Hartmanns verpflichtet, junge hochtalentierte Komponisten und Interpreten zu fördern. In diesem singulär komponierten Programm möchten wir Ihnen den Ungarn Máté Balogh und den in München lebenden Schweden Henrik Ajax vorstellen, die sich in ihren neu entstandenen Werken auf die beiden „Lichtgestalten“ der zeitgenössischen Musik Lachenmann und Eötvös beziehen, inhaltlichen Bezügen nachspüren und auf  jeweils individuelle Weise das Thema „Musik und Sprache“ reflektieren und verdichten.

Programm:

Helmut Lachenmann: TemA (1968)
für Mezzosopran, Flöte und Violoncello

Henrik Ajax (1980): Sparkling Shiverings (UA)
für  Flöte und Klavier

Máté Balogh (1990): Kipling’s Speech (UA)
für Sopran, Flöte, Violoncello und Klavier

Peter Eötvös: 2 Sätze aus „Erdenklavier – Himmelklavier“ sowie "Un taxi l´attend, mais Tchékhov préfère aller à pied"
für Klavier

Peter Eötvös: Two Poems to Polly (1998)
für einen sprechenden Cellisten

Peter Eötvös: Psy (1996)
3. Version für Klavier, Altflöte/Piccolo und Violoncello

ensemble hartmann21
Roxana Lucia Mihai (Mezzosopran), Serena Aimo (Flöte), Hans-Henning Ginzel (Violoncello), Peter Eötvös und Henry Bonamy (Klavier)

 

 

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12,60 EUR

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Veranstaltungsort

Franz-Joseph-Str. 20

80801 München

DE

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Veranstalter

Karl Amadeus Hartmann-Gesellschaft e.V.