Carl Loewe - Die Sühnopfer des neuen Bundes

| Himmelfahrtskirche Sendling
Carl Loewe (1796-1869), ein Zeitgenosse Schuberts und Schumanns, ist heute vor allem als Komponist farbenreicher Lieder und packender Balladen bekannt. Zu seinen wichtigsten geistlichen Werken zählt das Passionsoratorium „Das Sühnopfer des neuen Bundes“ nach Worten der Heiligen Schrift, komponiert und uraufgeführt in Stettin, wo Loewe als Kantor und Musikdirektor lange Zeit das Musikleben prägte. Mit sicherer Technik verarbeitet Loewe weich harmonisierte protestantische Kirchenlieder, dramatische Turba-Chöre und kunstvolle Chorfugen. Doch auch Elemente seines eigenen Liedstiles, opernartige Szenen und feine a cappella-Wirkungen sind zu finden.

Carl Loewe kannte und schätzte die Passionen Johann Sebastian Bachs. So hat er als Kantor in Stettin Bachs „Matthäuspassion“ bereits 1831, zwei Jahre nach der „Wiederentdeckung“ durch Felix Mendelssohn Bartholdy, in Stettin aufgeführt. Einflüsse Bachs sind im „Sühnopfer des neuen Bundes“ unverkennbar. Dennoch folgt Loewe in der musikalisch-dramatischen Darstellung der Passion Jesu  seinem eigenen, romantischen Ton.

Die Zeitgenossen schätzten und liebten Loewes Passionsoratorium. In wenigen Jahren sind über 100 Aufführungen verbürgt. Für heutige Hörer kann das selten aufgeführte Werk eine spannende Neuentdeckung und Bereicherung sein. Für die Arcis-Vocalisten unter der Leitung von Thomas Gropper ist „Das Sühnopfer des neuen Bundes“ die mittlerweile fünfte Produktion in Zusammenarbeit mit dem Barockorchester L‘arpa festante, dem Bayerischer Rundfunk/BR-KLASSIK und oehmsclassics.

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

Veranstalter

Arcis-Vocalisten e.V.