Wanda

| Rosenheim - Mangfallpark Süd

Wanda - Niente

Immer und immer wieder leuchtet ein Album Ende 2014 in den Jahres-Bestenlisten und in den Kritikercharts: AMORE der österreichischen Band Wanda. Die Platte, die bereits Tage nach ihrem Erscheinen als "ewiger Klassiker" bezeichnet wird, hält sich spektakuläre 102 Wochen in den Österreichischen Albumcharts. Der Nachfolger BUSSI aus dem Jahr 2015 hält sich schließlich ganze vier Wochen auf Platz 1. Wanda werden ein popkulturelles Phänomen. Der Schriftsteller Rainald Goetz bemüht eine Textzeile dieser Band und bekennt sich in seiner Dankesrede für den Georg Büchner Preis im November 2015 als jemand der auch "für Amore steht". Plötzlich sind überall Tausende Menschen, die das ebenso tun. Als ekstatische Gewalt auf der Bühne spielen Wanda drei Jahre lang ausschließlich ausverkaufte Konzerte in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Auftritte vor Hunderttausenden Zuschauern, achtstellige Wiedergaben im Internet und tausende Stunden Airplay in Radio und TV sind die unerwartete Folge.

Mit Wanda hat man endlich wieder eine Band zum Lieben und zum Hassen. Für die einen "die vielleicht letzte wichtige Rock'n'Roll-Band unserer Generation" (Zitat Musikexpress), für die anderen reduzierbar auf Kneipe, Alkoholismus und Verfallsmetaphysik. Alles, was man über diese Band gesagt hat, mag stimmen, entziehen sich die raffinierten Texte Marco Wandas doch so herrlich nonchalant jedweder Deutung, indem der Autor selbst seine Arbeit stets als Projektionsfläche abtut und das Werk somit vor den Autor schiebt. Was hat man sich überhaupt gewunden und gewehrt gegen Deutung und Verkaufsetikette. "Rock and Roll" wollte man nicht sein in seiner plumpen Verfallsromantik, auch "Wien" wollte man nicht repräsentieren und mit dem "Tod" wollte man ebenfalls nichts zu tun haben, obwohl man ihn ständig besingt.

Wanda spielen auf Augenhöhe mit ihren Fähigkeiten, sie tun, und diese Untertreibung sei erlaubt, was sie können. Die musikalische Meisterschaft von Manuel Poppe (Gitarre), Christian Hummer (Klavier), Reinhold Weber (Bass) und Lukas Hasitschka (Schlagzeug) bereiten den roten Teppich auf dem die Texte von Marco Wanda tanzen, flanieren und hinschmettern. Paul Gallister, Produzent der ersten Stunde, saß wieder an den Reglern.

NIENTE setzt die Reise von Wanda fort und geht doch immer wieder auf die Suche nach dem Anfang, vor dem Anfang. Und ist gleichzeitig Anfang einer weiteren Etappe. Denn ruhig ist NIENTE nicht, und die Strudel des stillen Wassers sind oft stärker als das Tosen der Wasserfälle. Die Erzählung ist nicht abgeschlossen, sie findet einen neuen Angelpunkt. Die Play-Taste am Handy und der Greifarm des Plattentellers öffnen die Schleusen und die Fahrt kann beginnen.

 

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

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Eingang Rathausstr.

83022 Rosenheim

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Veranstalter

Landesgartenschau Rosenheim 2010 GmbH