Pascal Pinon

| Milla

Hinter  Pascal Pinon verbirgt sich kein Musiker sondern die die isländischen Zwillingsschwestern Ásthildur und Jófrídur, die bereits seit sieben Jahren mit ihren Songs auf sich aufmerksam gemacht haben.

Pascal Pinons drittes Album,  "Sundur" (Morr Music) ist ihr bisher rohestes und zugleich abwechslungsreichstes Werk, bleibt jedoch dem minimalistischen, sich aus Folk-Traditionen speisenden Grundton der Band treu. "Sundur" versammelt Material, das innerhalb von anderthalb Jahren geschrieben und von der Band selbst produziert wurde. Während das Album zu überwiegenden Teilen spärlich instrumentiert ist und den experimentellen Lo-Fi-Klang der beiden Vorgänger weiterspinnt, ist es im Ton mit seinen metronomartig pochenden Rhythmen, gelegentlichen Synthie-Einsätzen und treibenden Klaviermelodien deutlich rauer geworden.

Auf "Sundur" verarbeiteten die beiden Schwestern ihre räumliche Trennung. "Wir waren fast unser ganzes Leben am gleichen Ort", erinnert sich Jófrí›ur Ákadóttir. Während Ásthildur nach Amsterdam ging, um dort klassisches Klavier und Komposition zu studieren, widmete sich ihre Schwester Jófrídur ihrer zweiten Band Samaris und führte ein eher nomadisches Leben.

Die räumliche Trennung zieht sich nicht allein thematisch als roter Faden durch "Sundur", sondern stellte auch den bisherigen Arbeitsprozess von Pascal Pinon auf den Kopf. Obwohl Ásthildur und Jófrídur einander häufig besuchten, wirkte die Distanz sich auf ihre Kompositionen und damit das Album als Ganzes aus. "Dass wir so viel Zeit getrennt voneinander verbracht haben, schafft auch eine ganz neue Art der Verbindung zwischen den Songs, was das Album in meinen Augen weitaus abwechslungsreicher macht", erklärt Ásthildur. Aufgrund von Terminschwierigkeiten mussten Ásthildur und Jófrídur den Großteil der tatsächlichen Aufnahmen schließlich in nur zwei Tagen erledigen.

Ihr Vater, der Komponist Áki Ásgeirsson, half dabei mit tontechnischem Fachwissen und spielte perkussive Elemente auf Altmetallstücken ein, darunter ausgesonderte Flugzeugteile. Obwohl viele solcher Details nur schwer auszumachen sind, sind sowohl das unpolierte Sounddesign wie auch die kleinen Ergänzungen ungemein wichtig für "Sundur". "Es lässt das Album roher klingen, und genau darum geht es im Kern" erklärt Jófrídur. "Es ist sehr karg und damit dem Konzept und dem Sound unseres ersten Albums viel näher.Schon komisch, dass wir nach sieben Jahre wieder dort ankommen, wo wir mit 14 Jahren bereits waren!" Hier sind sie nun, mit einer Platte, die ebenso intim wie ausgereift ist.

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