29. Griechische Filmwoche 2015 - Dance Fight Love Die

| Gasteig, Carl-Orff-Saal

Vampire, Killer, Musikanten

Die 29. Griechische Filmwoche München lockt mit zahlreichen neuen Filmen

Mikis Theodorakis steht im Mittelpunkt der 29. Griechischen Filmwoche München. Insgesamt fünf der 23 Veranstaltungen, die vom 12. bis 22. November im Gasteig einen Überblick über das aktuelle griechische Filmschaffen geben, beschäftigen sich mit dem bedeutenden Komponisten, der im Sommer 90 Jahre alt geworden ist.

Für den bildgewaltigen Auftakt des Festivals sorgt diesmal eine Work-in Progress-Preview: „Dance Love Fight Die – Unterwegs mit Mikis Theodorakis“ ist das aktuelle Projekt von Asteris Kutulas, einem engen Vertrauten des in seiner Heimat als Volksheld verehrten Komponisten und Politikers. Kutulas, bereits 2013 mit der Premiere von „Recycling Medea“ in München zu Gast, hat Theodorakis zwischen 1987 und 2014 immer wieder mit der Kamera begleitet. Aus diesem reichhaltigen Fundus entsteht zurzeit, verwoben mit historischen Aufnahmen und fiktionalen Spielszenen, ein bildgewaltiges Epos, teils assoziative Collage, teils poetisches Roadmovie.

Im Anschluss an die Vorführung am 12. November im Carl-Orff-Saal stellt sich der Regisseur den Fragen des Publikums. Tags darauf gewährt Kutulas in einem Vortrag über „Mikis Theodorakis und das Kino“ Einblicke in dessen Schaffen als Filmkomponist.

Zum Themenschwerpunkt „Musik im griechischen Film“ gehört auch „A Family Affair“ von Angeliki Aristomenopoulou. In ihrem sehr persönlichen Porträt, ausgezeichnet als bester griechischer Dokumentarfilm 2015, spürt die Regisseurin dem kulturellen Erbe nach, das drei Generationen einer Musikerfamilie aus Kreta verbindet.

Griechenlands erster Filmvampir zu Gast in München

Seine Suche nach Musik, die nie verstummt, ist es auch, die Griechenlands ersten Filmvampir durchs nächtliche Athen treibt. Mit seinem symbolhaft dichten Regiedebüt „Norway“ ist Yannis Veslemes ein Erstlingswerk gelungen, das nicht nur von der Kritik als „wunderschöne Halluzination“ gefeiert, sondern auch mit fünf Filmpreisen ausgezeichnet wurde.

Der zweite Themenschwerpunkt sind neue Filme, mit denen das griechische Kino auf die veränderten Perspektiven (oder im Falle mancher Protagonisten auch Perspektivlosigkeit) im Land reagiert: voll furiosem Zorn wie die Heldin in „ A Blast – Ausbruch“ oder lakonisch-brutal wie der ansonsten langmütige Auftragskiller in „Stratos“.

Für diese Rolle wurde Vangelis Mourikis, der auch den musiksüchtigen Vampir in „Norway“ spielt, in Griechenland als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. In „Winter“, in dem Regiedebütant Konstantinos Koutsoliotas Traum und Realität in schmerzhaft schönen Bildern verschmelzen lässt, wechselt Mourikis in die Rolle des Vaters. Einer der führenden griechischen Charakterdarsteller ist Gast des Festivals und wird alle drei Filme in München persönlich vorstellen.

Oscar-Anwärter und Literaturverfilmungen

Ein weiterer Höhepunkt ist „Xenia“, eine als tragikomisches Roadmovie angelegte Coming-of-Age-Story über zwei ungleiche Brüder auf der Suche nach ihrem unbekannten Vater, die Griechenland ins Rennen um den Auslands-Oscar 2016 schickt. Abschlussfilm ist „Little England“, mit dem Regie-Veteran Pantelis Voulgaris eine preisgekrönte literarische Vorlage seiner Ehefrau Ioanna Karystiani verfilmt hat.

Fast alle Filme der 29. Griechischen Filmwoche sind zum ersten Mal in München zu sehen, darunter auch die Höhepunkte des diesjährigen Kurzfilmfestivals von Drama. Prominente Ausnahme ist der Publikumshit des Vorjahres: „Hippie, Hippie, Matala, Matala!“, über ein Aussteiger-Mekka der 1960er Jahre auf Kreta, wird auf vielfachen Wunsch nochmals gezeigt.

Ausführliche Infos unter www.griechischefilmwoche.de.

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

10,00 EUR

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Veranstaltungsort

Rosenheimer Str. 5

81667 München

DE

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Veranstalter

Münchner Stadtbibliothek