Varvara Manukyan - Musik für Zwei Cembali

| Gasteig, Kleiner Konzertsaal

Varvara Manukyan
Varvara Manukyan ist eine Musikerin von besonderem Format: Im Zentrum Ihres Interesses liegt es, sich persönlich beim Spielen der Tasteninstrumente, Hammerklavier, Klavier und Cembalo soweit wie möglich zurückzunehmen und dem Komponisten und der vorzutragenden Komposition soviel Raum zur Entfaltung wie möglich zu geben. Ihre große innere Ruhe und ihre anmutige Demut gegenüber dem vorgegebenem Kunstwerk und dem Komponisten befähigt sie zu außergewöhnlichen und unvergesslichen Interpretationen. Konsequenterweise beschäftigt sie sich seit Jahrzenten mit historischer Aufführungspraxis und versucht, für Konzerte Instrumente zu finden, die aus der Zeit der Komposition stammen oder ihnen nachgebaut sind. Ihr Repertoire reicht von den frühesten Zeugnissen für Tasteninstrumente aus dem 16. Jahrhundert bis zur zeitgenössischen Musik, wobei es ihr ein besonderes Anliegen ist, den musikalischen Reichtum ihres Heimatlandes Armenien im Westen bekannt zu machen.

Ihre breitgefächerte Ausbildung als Pianistin und Cembalistin erhielt sie anfänglich in Yerevan und später am renommierten Moskauer Gnessin Konservatorium bei Irina Naumova und am Tschaikovsky Konservatorium bei Olga Martynova und an der Hochschule für Musik und Theater München, wobei sie sämtliche Abschlüsse wie auch das Meisterklassenstudium bei Christine Schornsheim mit Auszeichnung absolvierte. Mit einigen Meistern der alten Musikszene wie Ton Koopman, Christopher Stembridge,
Davitt Moroney, Andreas Staier, Trevor Pinnock und Bart van Oort vervollkommnete sie ihr Spiel.

In zahlreichen Konzerten als Solistin und als Kammermusikerin, die sie durch Europa und Asien führten, wurden ihre außergewöhnlichen Interpretationen hoch gelobt, so B. Trebuch im Rahmen des renommierten „Resonanzen“ Festivals im Wiener Konzerthaus: „Wie der Pianist in Tornatores Film „Novecento-La leggenda del pianista sull´oceano“, so hat auch diese junge Cembalistin ihr Instrument voll im Griff und entflammt die Gemüter“. Ihre Auftritte bei den „Olchinger BarockNächten“wurden vom Initiator M. Schopper mit folgenden Worten beschrieben: „Diese Ruhe, ein seltener Weitblick, überlegene Virtuosität, Poesie erinnern an die Cembalo-Legende Wanda Landowska. Eine besondere Aura, ein Geheimnis ist da fühlbar, das auch die Manukyan kennzeichnet, fast ein „deja vue“.  

Michael Eberth
Michael Eberth wurde 1959 in München geboren. Nach Studien bei Karl Maureen und Hedwig Bilgram setzte er seine Ausbildung bei Jean-Claude Zehnder (Cembalo und Orgel) und Jean Goverts (Hammerflügel) an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel fort. 1984 erhielt Eberth das „Diplom für Alte Musik“ im Fach Cembalo, 1985 im Fach Orgel. Ergänzende Studien führten ihn zu Jos van Immerseel, Kenneth Gilbert, Luigi Ferdinando Tagliavini, John Gibbons, Harald Vogel, Michael Radulescu, Johann Sonnleitner und Gustav Leonhardt.

Von 1988 bis 2008 arbeitete Michael Eberth am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium als Dozent für Cembalo, an dem er auch seit 2001 den Fachbereich für Alte Musik leitete. Von 2004 bis 2011 unterrichtete er als Privatdozent für Cembalo an der Universität Mozarteum in Salzburg. Seit Oktober 2008 lehrt er an der Hochschule für Musik und Theater in München als Dozent für Cembalo, Clavichord, Generalbass und Kammermusik; im Mai 2012 Ernennung zum Honorarprofessor. Seit 2016 ist er Leiter des Instituts für Historische Aufführungspraxis.
Als zweiter Vorsitzender des Forum Alte Musik Augsburg e. V. (FAMA) –  begleitet Michael Eberth sowohl musikalisch wie organisatorisch Projekte, die die kulturelle Blütezeit der Stadt Augsburg wieder beleuchten und erfahrbar machen. Die CD-Aufnahmen des Augsburger Liederbuchs (Ersteinspielung 2011 ) und der Augsburger Erstfassung des vierstimmigen Requiems von Orlando di Lasso aus dem Jahr 1575 (Weltersteinspielung 2015) dokumentieren diese Arbeit.

Als externer Prüfer wird Michael Eberth seit vielen Jahren zu Diplom- und Masterprüfungen im Fach Cembalo und Orgel an die Schola Cantorum Basiliensis eingeladen.

Neben seiner solistischen Arbeit als Cembalist und Organist konzertierte Michael Eberth als Continuospieler mit verschiedenen Solisten und Ensembles (Dorothee Oberlinger, Michael Schopper, Kobie van Rensburg, Angelika Radowitz, Joel Frederiksen, Henriette Meyer-Ravenstein, Gerhart Darmstadt, Sharon Weller, Robert Crowe, Trio Boismortier, Ensemble-Phoenix Munich, L’Arpa festante, Salzburger Hofmusik, Berliner Lauttencompagney, The Bach Ensemble New York).

Für die Sommerakademie in Brixen 1995 wurde er von Joshua Rifkin als Kursdozent eingeladen. Konzerte in Deutschland, Italien, Österreich, Slowenien, Frankreich, Schweden, Tschechien, der Schweiz, Südkorea, Südafrika und den USA, sowie zahlreiche Rundfunk- und Fernsehproduktionen zeugen von seiner Arbeit.

Neben Cembalo und Orgel gilt sein besonderes Interesse der Frühzeit der Tasteninstrumente. Auf einem Nachbau des ältesten besaiteten Tasteninstrumentes (Clavicytherium 1470; Royal College of Music) realisiert er, zusammen mit Sabine Lutzenberger, Maurice van Lieshout und Martin Erhardt das Repertoire der Burgundischen Chansons und des Buxheimer Orgelbuches.  Als Kammermusikpartner und als Leiter des Ensembles Palestra Musica hat er sich besonders auf die Differenzierung der nationalen Stile im Generalbaßspiel spezialisiert.


Programm:

J.S. Bach (1685-1750) - Orchestersuite D Dur BWV 1068 Arrangement für 2 Cembali
W.A. Mozart (1756-1791) Fantasie f moll für eine Orgelwalze KV 608, Komponiert in Wien, März 1791
W.A. Mozart  Fugue in c für Klaviere KV 426, Vollendet in Wien, 29.12.1783

Pause

J.L. Krebs (1713-1780) Konzert a moll für zwei Cembali
J.S. Bach Concerto a due Cembali senza ripieno, BWV 1061a
 

Zu den Instrumenten: Cembali nach Christian Vater 1738, Original Nürnberg Germanisches National Museum Mi Nr 449, faksimile Rekonstrution Greifenberger Institut.

Mit freundlicher Unterstützung des Greifenberger Instituts für Musikinstrumentenkunde
Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München

 

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

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Veranstaltungsort

Rosenheimer Str. 5

81667 München

DE

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Veranstalter

Varvara Manukyan