Infos
Wer den aus Kopenhagen stammenden Anders Trentemøller einmal live erlebt hat, weiß um seine faszinierende Fähigkeit, ein Publikum komplett in seine Soundwelt zu ziehen. Tanzbare Melancholie könnte man sagen. Stilistisch verwebt Trentemøller dabei Electro mit Shoegaze, Synth- und Dreampop, mal instrumental, mal mit handverlesenen Gastsänger:innen. Zuletzt erschien 2024 sein starkes Album «Dreamweaver», das seinem Namen alle Ehre macht. Es ist traumhaft schön, setzt auf einem atmosphärischen dreamy Sound, der aber auch schnell ins Dunkle kippen kann (wie in «Nightfall» mit Sängerin Dísa, die auf acht von zehn Stücken zu hören ist). «I Give My Tears» wiederum ist lärmend und psychedelisch geraten und der perfekte Soundtrack zu einem erhellenden Alptraum. Live begeistern seine Konzerte vor allem, weil Trentemøller nicht nur auf atmosphärisches Licht und Visuals setzt, sondern auch stets eine Band dabei hat, die die Nuancen seiner Musik passgenau auf die Bühne bringen kann.
Für seine Live‑Auftritte wird Anders Trentemøller von Emma Acs (Gesang und Synthesizer), Silas Tinglef (Schlagzeug), Brian Batz (Gitarre) und Jacob Haubjerg (Bass und Gitarre) unterstützt.
Medien/Artist
Trentemøller, mit bürgerlichem Namen Anders Trentemøller, ist ein dänischer elektronischer Musiker, Produzent und Multiinstrumentalist, dessen Sound von minimalem Techno über Electronica und Ambient bis hin zu Indietronica, Alternative/Indie Rock, Shoegaze, Dreampop und Darkwave reicht. Mit seinen detailreichen Klanglandschaften und melancholischen Melodien hat er sich international als einer der prägendsten Köpfe moderner elektronischer Musik etabliert – im Studio ebenso wie auf der Bühne mit seiner Live-Band.
Ende der 1990er Jahre wurde er zunächst mit dem Live-House-Duo Trigbag bekannt, einem der ersten Live-House-Acts Dänemarks, mit dem er international tourte. In den frühen 2000ern folgten EPs und Singles auf Labels wie Naked Music und Poker Flat – eine Phase, in der er zur Schlüsselfigur der europäischen Minimal-Techno- und Tech-House-Szene wurde. 2006 erschien mit The Last Resort sein Durchbruchsalbum, ein atmosphärisches, filmisch anmutendes Werk, das Minimal Techno, Downtempo und Dark Ambient verbindet und bei den Danish Music Awards als „Danish Electronica Release of the Year“ und „Danish Producer of the Year“ ausgezeichnet wurde.
Mit Into the Great Wide Yonder (2010) wandte sich Trentemøller stärker einer noir-artigen, gitarrengetriebenen Indie-Elektronik zu; der Song „Sycamore Feeling“ mit Marie Fisker wurde zu einem seiner Aushängeschilder. In den folgenden Jahren vertiefte er diese Entwicklung mit Reworked/Remixed und Lost, die dunklere, songbasierte Klangwelten mit Post-Punk- und Shoegaze-Einflüssen eröffneten. Alben wie Fixion (2016) und Obverse (2019) etablierten ihn endgültig als Grenzgänger zwischen elektronischer Musik, Darkwave, Synth-Pop und Indie/Shoegaze, geprägt von reverbgetränkten Gitarren, tiefem Bassfundament und „Headphone Cinema“-Produktionen.
Mit Memoria (2022) und Dreamweaver (2024) setzte Trentemøller seinen Weg konsequent fort: Traumhafte Vocals, Noise-Elemente, psychedelisch gefärbter Shoegaze, Darkwave- und Motorik-Anleihen machen ihn zu einem rastlosen Klangforscher jenseits klassischer Clubstrukturen. Parallel dazu erarbeitete er sich als gefragter Remixer ein beeindruckendes Renommee – unter anderem mit Arbeiten für Depeche Mode, Moby, UNKLE, Franz Ferdinand, Modeselektor, The Knife, Pet Shop Boys und David Lynch.
Live zeigt sich seine besondere Stärke: Seit der ersten Trentemøller: Live In Concert-Tour 2007 mit Auftritten bei Festivals wie Glastonbury, Roskilde oder Melt! beweist er, wie elektronisch produzierte Musik mit Bandbesetzung zu intensiven, rockartigen Konzerten werden kann. Diese Shows, oft mit markanten visuellen Konzepten, tragen dazu bei, elektronische Musik als vollwertiges Live-Erlebnis zu verankern – und prägen damit weltweit die Kultur rund um Club, Festival und Konzert.
Versandarten
Kesselhaus
Lilienthalallee 37
80939 München
