Der MonteverdiChor steht mit einheitlichen Outfits vor einem Gemälde und posiert für das Foto.

Renaissance trifft Romantik

Samstag, 20.06.2026  | 19:00 Uhr

Veranstalter: MonteverdiChor München e.V.

Infos

Geistliche Musik aus Renaissance und Romantik

MonteverdiChor München
Leitung: Konrad von Abel

Die Frühjahrskonzerte des MonteverdiChor München stehen unter dem Motto „Renaissance trifft Romantik“. Verschiedene Motetten aus der Hoch- und Spätrenaissance zwischen 1530 und 1615 treten dabei in einen spannungsreichen Dialog mit einem Werk der Romantik.

Im sechsstimmigen „Geläut zu Speyer“ ahmt Ludwig Senfl durch rhythmische und melodische Motive den Klang der Glocken des Speyerer Doms nach. Der Text ist in einem historischen oberdeutschen Dialekt verfasst und schildert den Aufruf, sich zum Läuten einzufinden und dem Glockenklang zu lauschen.

Nicolas Gombert gehört zu den bedeutendsten flämischen Komponisten der Renaissance. Seine kunstvoll kontrapunktisch gestaltete Motette „Super flumina Babylonis“ thematisiert die Trauer der Israeliten über den Verlust ihrer Heimat im babylonischen Exil.

Tomás Luis de Victorias Bedeutung für die spanische Renaissancemusik ist der von Palestrina für die italienische Musik dieser Epoche gleichzusetzen. Seine Musik, die auf jegliche äußere Effekte verzichtet, ist von höchstem Ausdruck gekennzeichnet und gleicht dabei einem innigen Gebet.

Giovanni Gabrieli gilt als ein Wegbereiter vom Stil der Renaissance zum Frühbarock zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Der MonteverdiChor München wird seine im venezianischen Stil komponierte, virtuose doppelchörige Pfingstmotette „Hodie completi sunt“ singen.

Aus der Renaissance werden weiterhin Motetten von Giovanni Pierluigi da Palestrina, Orlando di Lasso, William Byrd und Giovanni Croce erklingen.

Josef Gabriel Rheinbergers „Cantus Missae“ gilt als sein bekanntestes A-cappella-Werk und wurde als die wohl „schönste reine Vokalmesse des 19. Jahrhunderts“ bezeichnet. Die doppelchörige Messe verbindet die Klangsprache der Hochromantik mit unverkennbaren Einflüssen der Renaissance-Vokalpolyphonie. Ein Musikkritiker beschrieb die Messe daher als Erinnerung „an einen im 19. Jahrhundert komponierenden Palestrina“.

Quelle: Veranstalter, offizielle Event-Websites und eigene Recherchen. Redaktionelle Bearbeitung vorbehalten. Änderungen und Irrtümer möglich.

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Klosterkirche St. Jakob am Anger

Sankt-Jakobs-Platz 1
80331 München

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