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Abschlusslesung
Sophia Merwald, Sperrgut
Moderation: Franziska Setare Koohestani
Sophia Merwalds Roman Sperrgut ist „den Einsamen“ gewidmet und erzählt von der Zärtlichkeit und ständigen Bedrohung einer queeren Gemeinschaft.
Das Personal des Romans siedelt sich im „Lusthansa“ auf dem Gelände eines scheinbar verlassenen Frauenhauses an. Hier verschwören sich Kristalloma, Maj, Stevie, Bruno, der Vater und Linde in queerer Familie, Freundinnen- und Komplizinnenschaft sowie all den seltsamen Formen und Nuancen von Nähe, die dazwischen liegen und für die es noch keine eigenen Wörter gibt. Sophia Merwald erkundet sie mit ihrer spielerischen, immer wieder in ein lyrisches Register gleitenden Sprache in diesem Roman. In ihrem ungewöhnlichen und poetischen Text treten sehr konkrete, politische Fragen wie ungleiche Verdrängungskämpfe um (Wohn-)Raum, kapitalistische und bürokratische Hierarchisierungen von Beziehungen sowie die Suche nach Formen des Widerstands an die Oberfläche.
Sophia Merwald studierte Journalistik sowie Film- und Medienkultur-Forschung. Sie gibt Schreibworkshops, arbeitet als Schriftstellerin und freie Journalistin. „Sperrgut“ (park x ullstein, 2026) ist ihr Debütroman, für den sie mehrfach ausgezeichnet wurde, zuletzt mit dem Alfred-Döblin-Preis und dem Kranichsteiner Literaturförderpreis. Sie lebt und arbeitet in München.
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