Illustration für die Veranstaltung ‚Mittwinter‘ mit einer Illustration aus blauen Linien, die eine Person darstellt, die mit dem Kopf zwischen den Knien sitzt, vor blauem Hintergrund.

Mittwinter

Samstag, 21.02.2026  | 19:30 Uhr
München, 

Veranstalter: Metropoltheater

Infos

MITTWINTER
von Zinnie Harris
Deutsch von Karen Witthuhn

Regie - Jochen Schölch
Bühne - Thomas Flach
Kostüme - Sanna Dembowski
Licht - Martin Hermann
Bühnenmalerei - Mark Reindl

Mit Michele Cuciuffo, Anna Graenzer, Paul Kaiser, Genija Rykova, Thomas Schrimm

Winter in einem unbenannten, kargen Ort am Ende eines langen Krieges. Es gibt keinerlei gesellschaftlichen Halt mehr, Nahrung und Ressourcen sind knapp, doch Maud hat einen Pferdekadaver gefunden, den sie hinter sich herzieht. Als sie auf einen alten Mann und dessen hungrigen Enkel trifft, zwingt sie ihnen einen Tausch auf: Das Pferd gegen den Jungen. Der Junge soll die Lücke füllen, die der Tod ihres eigenen Kinds hinterlassen hat - ein Verlust, den Maud verschweigt.

Kurz darauf erreicht die Nachricht vom Kriegsende den Ort und Mauds Mann Grenville kehrt nach 10-jähriger Abwesenheit zurück, wie alle Soldaten infiziert mit einem rätselhaften Virus, der ihn zu erblinden lassen droht. Er glaubt Mauds Geschichte zunächst, doch als der alte Mann wieder auftaucht und den Jungen zurückfordert, beginnt Mauds fragiles Konstrukt aus Lügen, Hoffnung und verzweifeltem Festhalten an einer "normalen" Familie einzustürzen und Grenville zu zweifeln: Ist der Junge wirklich sein Kind? Und ist Maud die Frau, für die sie sich ausgibt?

Im zweiten Teil ihrer Trilogie erzählt Zinnie Harris in der ihr eigenen, reduziert-klaren Sprache von einer kurzen Zeit des Friedens zwischen einem vergangenen und einem heraufziehenden, noch viel größeren Krieg. Was macht eine solche Bedrohung von außen mit jedem einzelnen Individuum, wie lange wirkt sie nach und wie weit in eine Gesellschaft, deren Identität und Moralvorstellungen hinein?

Den langen Schatten von Angst und Entbehrung können die Figuren in "Mittwinter" nach Kriegsende nicht einfach ablegen - er haftet an allem und jedem, und Frieden ist hier kein hoffnungsvoller Zustand, sondern ein mühevolles, letztendlich unmögliches Ringen um Wahrheit, Menschlichkeit und das eigene Glück.

Quelle: Veranstalter, offizielle Event-Websites und eigene Recherchen. Redaktionelle Bearbeitung vorbehalten. Änderungen und Irrtümer möglich.

Versandarten

Metropoltheater

Floriansmühlstraße 5
80939 München

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