Grafik mit zwei großen Schlägeln vor gelb‑pinkem Hintergrund sowie dem Schriftzug „Mahler Sinfonie Nr. 2“ und Logo des Akademischen Gesangvereins München.

Mahler II - Auferstehungssinfonie

Sonntag, 28.06.2026  | 19:30 Uhr

Veranstalter: Philisterverband des AGV Akademischer Gesangverein München e. V.

Infos

Gustav Mahlers „Auferstehungssinfonie“ zählt zweifelsohne zu den bedeutendsten sinfonischen Werken der Spätromantik – nicht nur aufgrund ihrer monumentalen Besetzung, sondern vor allem wegen ihrer existenziellen Aussagekraft.

Entstanden zwischen 1888 und 1894, markiert das Werk mit der Abkehr von der traditionellen Viersätzigkeit einer Sinfonie sowie der Hinzunahme von Gesangsstimmen auch einen entscheidenden Schritt in Mahlers persönlicher Entwicklung als Komponist. Nach der Fertigstellung des ersten Satzes im Jahr 1888, den Mahler „Todtenfeier“ betitelte und zeitweise als eigenständiges, abgeschlossenes Werk betrachtete, rang Mahler jahrelang mit dem weiteren Fortgang der Sinfonie. Erst 1894 erhielt er bei der Begräbnisfeier für den verstorbenen Dirigenten Hans von Bülow in der Hamburger Michaeliskirche den entscheidenden Impuls für die Vollendung der Sinfonie, als ihn eine von einem Kinderchor gesungene Vertonung von Friedrich Gottlieb Klopstocks „Die Auferstehung“ zutiefst bewegte. Mahler griff diesen Text auf, ergänzte ihn um eigene Verse und formte daraus schließlich den apotheotischen Schlusschor.

Die fünf Sätze der Sinfonie durchmessen einen dramatischen Entwicklungsbogen: ein düsterer Trauermarsch eröffnet das Werk, gefolgt von einem lyrisch-verklärten Andante, einem grotesk-ironischen Scherzo sowie dem innigen „Urlicht“-Satz für Altstimme und Orchester. Im Finale kulminiert schließlich alles zuvor Gehörte in einer gewaltigen Klangarchitektur, die jegliche Traditionen der Gattung Sinfonie sprengt: nach apokalyptischen Ausbrüchen vereinen sich Orchester, Fernorchester, Chor und Gesangssolistinnen zum hoffnungsvollen Schlusschor mit den Worten „Aufersteh’n, ja aufersteh’n wirst du“ – ein überwältigender Moment, in dem der Konzertsaal selbst zum Resonanzraum einer zutiefst menschlichen Botschaft wird.
Maximilian Leinekugel

Das Sinfonieorchester des AGV München … 

. . . blickt auf eine lange Tradition von Orchestern in unserem Verein zurück. In den letzten Jahren haben wir in mehreren Projektphasen unter anderem die 1. Sinfonie von Gustav Mahler, Mussorgskis Bilder einer Ausstellung, das Prélude à l'après-midi d'un faune von Debussy oder beispielsweise das Doppelkonzert von Johannes Brahms zur Aufführung gebracht.

Unter unserem aktuellen Dirigenten Maximilian Leinekugel folgten unter anderem Beethovens Eroica, Tod und Verklärung von Richard Strauss, die Gaelic Symphony von Amy Beach oder das
2. Klavierkonzert von Sergei Rachmaninoff.

Für unsere Konzerte proben wir regelmäßig in den Räumen des AGV und treffen uns ein bis zwei Mal im Semester zu Probenwochenenden. Wir freuen uns immer über neue und ambitionierte Musikerinnen und Musiker. Alle Interessierten stellen sich in den ersten Proben musikalisch bei unserem Dirigenten vor.

Die Freude am gemeinsamen Musizieren und das Miteinander auch außerhalb der Probenarbeit sind uns im Orchester besonders wichtig, sei es beim gemütlichen Zusammensitzen nach der Probe oder bei zusätzlicher Kammermusik.

Maximilian Leinekugel

Maximilian Leinekugel dirigierte u. a. die Lüneburger Symphoniker, das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim, das Orchester des Tschechischen Nationaltheaters sowie das Budapest Symphony Orchestra MÁV. Anfang 2016 gründete der gebürtige Münchner mit gerade einmal 20 Jahren die MUNICH CLASSICAL PLAYERS, ein Kammerorchester bestehend aus professionellen Musikern und fortgeschrittenen Studenten deutscher und österreichischer Musikhochschulen. Seither hat er das Orchester in zahlreichen Konzerten in München und Bayern dirigiert, wobei Auftritte in der Bayerischen Staatsoper, der Münchner Residenz sowie der Bayerischen Staatskanzlei zu den Höhepunkten zählen. Darüber hinaus wirkte er als Assistenzdirigent bei verschiedenen Konzertprojekten im In- und Ausland mit.

Maximilian Leinekugels Interpretationen erfahren regelmäßig besondere Aufmerksamkeit. Von der Presse wird es als Dirigent beschrieben, „[d]er sich erkennbar dagegen sträubt, sich einfach so mit dem Glanz beliebter Klassik-Hits zu schmücken, sondern sich lieber die Anerkennung aus dem Stück heraus erarbeitet. Er vermittelt dabei glaubwürdig den Eindruck eines Künstlers, dem jeder mit eigener Hand gestaltete und geglückte Satz eine Erfüllung ist. Die er mit seinen Musikerinnen und Musikern teilt“ (Süddeutsche Zeitung).

Seinen ersten Dirigierunterricht erhielt Maximilian Leinekugel an der Münchner Musikhochschule. Später studierte er Orchesterdirigieren am Royal Birmingham Conservatoire bei Michael Seal, Edwin Roxburgh und Daniele Rosina sowie an der Königlichen Musikhochschule in Stockholm bei B. Tommy Andersson. Darüber hinaus nahm er an zahlreichen internationalen Dirigiermeisterklassen unter der Leitung von Jorma Panula, Christian Ehwald, Douglas Bostock und anderen teil.

Maximilian Leinekugel ist ein äußerst vielseitiger und wissbegieriger Dirigent, dessen Repertoire vom Barock bis hin zur zeitgenössischen Musik inklusive Uraufführungen reicht. Er ist besonders daran interessiert, weniger bekanntes Repertoire zu erkunden und hat u. a. Kurt Weills Oper „Down in the Valley“, Paul Hindemiths Stummfilmmusik „In Sturm und Eis“, sowie Flötenkonzerte von Anton Adam Bachschmid aufgeführt. Zusätzlich zu seiner Dirigierausbildung schloss er an der LMU München auch ein Studium der Musikwissenschaft ab, in dessen Rahmen er sich intensiv mit der Musik von Beethoven, Wagner, Strauss und Mahler auseinandersetzte. Er ist Alumnus der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Bayerischen EliteAkademie und wurde von der Royal Birmingham Conservatoire Association gefördert. 2018 wurde er mit dem Tassilo Kulturpreis der Süddeutschen Zeitung ausgezeichnet. 2021 war er Viertelfinalist beim 3. Internationalen Antal Dorati Dirigierwettbewerb in Budapest. 2023 nahm er an der Finalrunde der 2. Llíria City of Music International Conducting Competition in Spanien teil.

Wir freuen uns sehr, die seit dem Sommersemester 2023 bestehende Zusammenarbeit mit dem musikalischen Leiter des Sinfonieorchester des AGVM weiter fortführen und erleben zu dürfen.

Quelle: Veranstalter, offizielle Event-Websites und eigene Recherchen. Redaktionelle Bearbeitung vorbehalten. Änderungen und Irrtümer möglich.

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