Wo Bücher verbrannt werden, verbrennt man bald auch Menschen
Veranstalter: Kloster Seeon Kultur- und Bildungszentrum
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Viele von Heinrich Heines Gedichten sind inzwischen Volksgut geworden, werden von Menschen zitiert, die den Verfasser nicht kennen: „Ich weiß nicht, was soll das bedeuten…“ Dass Heine auch ein (erfolgloser) Dramatiker war, wissen die wenigsten. Und auch seine satirischen Reportagen, seine Essays zur Philosophie, zum Theater und zur Malerei, seine Kritiken und seine brillanten Feuilletons finden nur selten Beachtung.
C. Bernd Sucher stellt in diesem Vortrag mit der Schauspielerin Barbara Horváth, Ensemblemitglied des Bayerischen Staatsschauspiels, (auch) den unpopulären Heine vor, den Gesellschaftskritiker, der für Toleranz stritt und gegen Zensur und Unterdrückung kämpfte. Er wird über den Juden Heine sprechen, der früh schon erkannte, dass „der Taufzettel das Entréebillet zur europäischen Kultur“ war. Und Sucher wird den selbstbewussten, charmanten, selbstironischen Heine präsentieren, der in der Jugend schon wusste, was aus ihm werden würde: „Zu Düsseldorf bin ich geboren, und ich bemerke dieses ausdrücklich für den Fall, dass etwa, nach meinem Tode, sieben Städte sich um die Ehre streiten, meine Vaterstadt zu sein.“
Eintritt: 21 Euro (ohne Pause)
Einlass & Bewirtung (kleine Karte): ab 18:30 Uhr
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Kloster Seeon
Klosterweg 1
83370 Seeon-Seebruck
