Eine Collage für die Veranstaltung FRANKREICH. Eröffnungskonzert der Europa‑Reihe 2026/27 mit dem Bild von fünf Künstler*innen.

FRANKREICH. Eröffnungskonzert der Europa-Reihe 2026/27

Freitag, 13.03.2026  | 19:00 Uhr

Veranstalter: Pianistenclub e.V.

Infos

Collage oben: Irina Shkolnikova, Megumi Bertram 
Unten: Sonja Uhlmann, Aglaya Zinchenko, Naoe Sasaki 

Nach dem großen Erfolg im Jahr 2000 präsentiert der Pianistenclub eine Neuauflage der Europa-Reihe. Gerade in der Gegenwart wird uns die Bedeutung des „Alten Kontinents“ bewusst und wir entdecken unsere europäischen Nachbarn mit einem neuen Blick. 

Das Eröffnungskonzert beleuchtet 200 Jahre Musikentwicklung in Frankreich. Während des Zweiten Kaiserreichs (1852–1870) genoss die Oper in der französischen Musik den höchsten Status. Die vergleichsweise seltenen Sinfoniekonzerte präsentierten fast ausschließlich deutsche Musik.  Die Wiederentdeckung französischer Instrumentalmusik begann in den 1870er Jahren und ist vor allem mit den Namen Saint-Saëns und Franck verbunden. 

In Camille Saint-Saëns' Klavierwerken, mit denen unser Abend beginnt, verbinden sich typisch französische Lebhaftigkeit, Präzision des Denkens und verschiedene technische Elemente der klassischen Periode mit dem virtuosen Stil von Liszt und der eleganten Lyrik und Anmut von Chopin. Ein kleiner Sprung bringt uns zum größten Vertreter impressionistischer Ideen in der musikalischen Sprache: Claude Debussy. Drei seiner 24 Präludien öffnen ein kleines Fenster zu seinem fantastischen Universum: irreale Wesen, Legenden, Glocken und Meer ... 

Und nun, vor der Pause, ein Meisterwerk der Weltklavierliteratur aus der Feder von César Franck. „Beim Anhören des Präludiums, Chorals und der Fuge entsteht der Eindruck, es handle sich um eine jener brillanten Improvisationen von Franck, von denen seine Zeitgenossen mit solcher Begeisterung sprachen.“ So beschrieb ein russischer Pianist dieses Werk, dessen zentrales Thema die Verkörperung der inneren Welt eines unzufriedenen, leidenden Menschen ist, seine leidenschaftliche Suche nach einem strahlenden Ideal, dem Glück. 

Jean-Philippe Rameau bildet Auftakt zum zweiten Teil des Konzertes. Debussy schreibt von der „reinen französischen Tradition“ im Werk von Rameau, die sich in „Zärtlichkeit, Feinsinnigkeit und Charme, korrekten Akzenten, strenger Deklamation im Rezitativ“ manifestiert. Mit Maurice Ravel, dessen faszinierender Klaviermusik wir den zweiten Teil des Konzerts überwiegend widmen, sind wir an Gipfel der französischen Musik angelangt und werden ihn erst nach einem ausgedehnten Ball – mit Valses nobles et sentimentales und La Valse – schwebend, entrückt und glücklich verlassen ... 

Quelle: Veranstalter, offizielle Event-Websites und eigene Recherchen. Redaktionelle Bearbeitung vorbehalten. Änderungen und Irrtümer möglich.

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