Nahaufnahme einer Person im Freien, deren Kopf mit einem Kranz aus verschiedenen Blumen und Pflanzen bedeckt ist; die Person blickt nach unten, während das warme, weiche Licht des Sonnenuntergangs die Szene umgibt und der Hintergrund unscharf bleibt.

Kurzfilmprogramm: Verorten / Erinnern

Sonntag, 28.06.2026  | 15:00 Uhr
München, 

Veranstalter: Internationale Münchner Filmwochen GmbH

Infos

Reihe: Museum Brandhorst | Filmische Inventuren einer Stadt: Munich Revisited
FSK: ab 18 (keine FSK)
ET: Kurzfilmprogramm: Verorten / Erinnern
90 Min.

In WAKING UP IN SILENCE begleiten Daniel Asadi Faezi und Mila Zhluktenko geflüchtete Kinder aus der Ukraine auf das Gelände einer ehemaligen Wehrmachtkaserne in Schweinfurt. Durch ihre alltäglichen Erkundungen und Spiele verschränkt sich die Gegenwart der Kinder mit der Geschichte des Ortes. In CRITICAL CONDITION erzählt Mila Zhluktenko ausgehend vom Leben des Politikers und Exiljournalisten Lev Rebet von der ukrainischen Diaspora in Vergangenheit und Gegenwart. Historische und zeitgenössische Perspektiven verschränken sich dabei zu einer poetischen Reflexion über Exil und politische Kämpfe.

Zwei der Kurzfilme rücken den Fokus auf den rassistischen Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum im Jahr 2016: RÜCKBLICKEND BETRACHTET untersucht in Archivaufnahmen über drei Zeitstränge die Kontinuitäten von Ausgrenzung und Gewalt und reflektiert, wie sich politische Strukturen im kollektiven Gedächtnis manifestieren. In THIS MAKES ME WANT TO PREDICT THE PAST von Cana Bilir-Meier bewegen sich zwei junge Frauen durch das Olympia-Einkaufszentrum, filmen sich gegenseitig, probieren Sonnenbrillen an und blättern durch Familienfotografien. Erst allmählich wird der Ort als Schauplatz des rechtsterroristischen Anschlags erkennbar. Ausgehend von Dokumenten aus dem Familienarchiv ihres Großvaters, der als „Gastarbeiter“ nach Deutschland kam, verbindet ZWISCHENWELT Bilir-Meiers Familiengeschichte mit der Konfrontation dreier junger Frauen mit Denkmälern in Bayern. Als kritische Annäherung an die Erinnerungspolitik in Deutschland verwebt der Film verschiedene Orte und Biografien der Vergangenheit und schafft so einen dekolonialen Blick auf die Gegenwart.

Quelle: Veranstalter, offizielle Event-Websites und eigene Recherchen. Redaktionelle Bearbeitung vorbehalten. Änderungen und Irrtümer möglich.

Versandarten

Filmmuseum

Sankt-Jakobs-Platz 1
80331 München

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