CRIMINAL TRIBES ACT: EXTENDED

  • Criminal Tribes Act: Extended, 03.11.2021 © Christian Altorfer
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MI 03.11.2021, 19:00 Uhr

Münchner VolkstheaterMünchenTumblingerstraße 2980337

Veranstalter: Spielmotor München e. V.

[There is] no need to hear your voice, when I can talk about you better than you can speak about yourself. No need to hear your voice. Only tell me about your pain. I want to know your story. And then I will tell it back to you in a new way. Tell it back to you in such a way that it has become mine, my own. Re-writing you, I write myself anew. I am still author, authority. I am still [the] colonizer, the speaking subject, and you are now at the center of my talk.                                                      

   -Bell Hooks, Marginality as a Site of Resistance

CRIMINAL TRIBES ACT: EXTENDED des indischen Regisseurs  Sankar Venkateswaran untersucht Formen der sozialen Ausgrenzung in Indien und deren Legitimation durch die Kolonialgeschichte. Das Projekt beginnt bei dem Criminal Tribes Act von 1871 einer kolonialen Gesetzgebung, die es erlaubte, verschiedene nomadische Gemeinschaften für kriminell zu erklären. Zum Zeitpunkt der Unabhängigkeit Indiens betraf der Criminal Tribes Act das Leben von rund 13 Millionen Menschen. Bis 1949 war der Criminal Tribes Act in Kraft und trug maßgeblich zur Legitimierung der vorherrschenden Vorstellungen von Kastenhierarchien bei. CRIMINAL TRIBES ACT: EXTENDED analysiert die Strukturen der Diskriminierung, die sich im Kastensystem bis in die heutige Zeit fortsetzten und immer wieder neu in die Körper der Individuen eingeschrieben werden. Das Stück beginnt als ein offenes Gespräch zwischen zwei Schauspielern, Chandru und Rudy. Sie sprechen miteinander über ihre Hintergründe, Erfahrungen, und Unterschiede. Während sie miteinander sprechen, wenden sie sich auch an das Publikum. Während sie versuchen ihre Geschichten zu „übersetzten“, wird der eine zum Sprecher, der andere zum Thema. Das Stück offenbart die inhärenten Konflikte zwischen dem Sprecher und dem Subjekt, dem Gesprochenen und dem Unausgesprochenen und die (Un-)Entrinnbarkeit von „uns“, „ihnen“ und „den anderen“.

 

Konzept | Regie Sankar Venkateswaran Text | Performance Chandra Ninasam | Anirudh Nair

 

Der Besuch aller Veranstaltungen ist nur für Personen mit einem negativen Test, für vollständig geimpfte oder nachweislich genesene Personen möglich (3G-Regel). Während der Vorstellungen ist das Tragen einer medizinischen Maske oder FFP2-Maske Pflicht. Bitte halten Sie sich über kurzfristige Änderungen auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen finden Sie unter www.spielart.org

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Quelle: Veranstalter – Irrtümer und Änderungen vorbehalten

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