Šarlatán Oper von Pavel Haas

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MO 23.08.2021, 19:30 Uhr

Residenz, Allerheiligen-HofkircheMünchenResidenzstr. 1, Eing. A.-Goppel-Str.80333

Veranstalter: Isny Opernfestival

Šarlatán (Der Scharlatan) Oper von Pavel Haas  
(uraufgeführt 1938 in Brünn)

Im Rahmen des Festjahrs "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland"

Eine Produktion des Isny Opernfestivals mit Musikstudenten und jungen Profis aus Stuttgart, Freiburg, München, Augsburg, Mannheim, Trossingen, Bern, Belgrad, St. Gallen, Feldkirch und Bregenz.


Šarlatán ist die Geschichte eines Quacksalbers namens Pustrpalk und seiner Liebe zur schönen Amaranta. Das Sujet ist Josef Wincklers Roman "Der Wunder-Doktor Johann Andreas Eisenbarth" entnommen.

Die Inszenierung des "Šarlatán" beim Isny Opernfestival ist Teil des bundesweiten Jubiläums "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" und erhält eine Teilbetragsförderung in dessen Rahmen.

Die Aufführung wird am 23. August in der Allerheiligenhofkirche der Residenz München gezeigt.

Die Oper wurde am 2. April 1938 im Alten Theater am Wall in Brünn  mit großem Erfolg uraufgeführt. Nach der Besetzung des Sudetenlandes 1938 wurde "Šarlatán" vom Spielplan abgesetzt.

Wir möchten mit diesem tragikomischen Werk, in dem es von phantasievollen Charakteren und lebendiger Handlung nur so wuselt, den Komponisten Pavel Haas und seine Musik nahe bringen: als Ausdruck einer Symbiose von tschechischen, jüdischen und deutschen Wurzeln.

Pavel Haas ist bedeutendster Schüler Janáčeks. Sein Stil ist polytonal und polyrhythmisch und geprägt und zeichnet sich durch starke Expressivität und musikantische Vitalität aus. Der Einfluss von Volksliedern allgegenwärtig.

Pavel Haas´ Wirken in Theresienstadt und seine grausame Ermordung in Auschwitz bewirken tiefes emotionales Berührtsein bei jedem, der mit seiner Geschichte und mit seiner Musik in Berührung kommt:

Am 2. Dezember 1941 wurde er in das KZ Theresienstadt deportiert. Nach Überwindung anfänglicher Depressionen fügte er sich in das reichhaltige Musikleben des Lagers ein. Von den mindestens acht Kompositionen aus dieser Zeit sind nur drei erhalten.

Nachdem die Nazis kulturelle Aktivitäten in Theresienstadt zuerst nur geduldet hatten, gingen sie Anfang 1942 dazu über, Künstler vom allgemeinen Arbeitsdienst zu befreien. Sie sollten ihrer Berufung und dem Lager zu kulturellem Glanz verhelfen. Dahinter steckte die Absicht, Theresienstadt zum Vorzeigeghetto zu machen, um es propagandistisch als „Gegenbeweis“ gegen Gerüchte vom Massenmord an den Juden zu benutzen. Am 23. Juni 1944 wurde das Lager vom Internationalen Roten Kreuz besichtigt. Dabei wurde Haas’ "Studie für Streichorchester" uraufgeführt. Im Film "Theresienstadt" ist auch Pavel Haas kurz zu sehen. Nach diesen Propagandaaktionen wurden er und viele Künstler am 16. Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert, wo er kurz darauf ermordet wurde.

Künstlerische Leitung
Hans-Christian Hauser

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Quelle: Veranstalter – Irrtümer und Änderungen vorbehalten

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