ABENTEUER UND VIELFALT DER NEUEREN MUSIK

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SO 03.07.2022, 19:00 Uhr

SeidlvillaMünchenNikolaiplatz 1b80802

Veranstalter: Pianistenclub e.V.

Großes Jubiläums-Wochenende 
ABENTEUER UND VIELFALT DER NEUEREN MUSIK
mit Live-Stummfilmvertonung 

Dieser Abend bietet unter den Konzerten des Pianistenclub München gleich mehrere spezielle Features: Zum einen werden ausschließlich neuere Werke des 20. und 21. Jahrhunderts präsentiert, Musik also, die mit der Zeit, in der wir leben, eigentlich viel mehr zu tun haben dürfte als etwa die ältere klassische Musik. Zum anderen wird hier ein großer Bogen geschlagen von neuerer „E-Musik“ (ernster Musik) zum Jazz und zu improvisierter neuer Filmmusik – live zu Stummfilmen gespielt.

Zwei aktive Mitglieder des Pianistenclub treten hier selbst als Komponisten auf: Hans Wolf und Dimitrij Romanov. Hans Wolf, der Initiator dieser Konzertreihe, eröffnet das Konzert mit einer polystilistischen Komposition für Klaviertrio in ungewöhnlicher Besetzung: Klavier, Kontrabass (Stephan Lanius) und Saxofon (David Jäger). Hier findet bereits – auf engem Raum –- ein Brückenschlag von „klassischen“ Stilarten zu improvisierter Musik statt. Birgitta Eila nimmt uns anschließend auf einen musikalischen Ausflug nach Rumänien und sogar bis in den Libanon mit. Sie stellt uns zwei interessante Komponisten des letzten Jahrhunderts vor, die man viel zu wenig kennt: Boghos Gelalian und Georges Enescu.

Nun ist die Zeit für den Brückenschlag zum Jazz: Martin Keller trägt legendäre Jazzstandards vor, gewürzt mit eigenen Improvisationen! Für Dimitrij Romanov ist es eine große Freude, uns seine nicht zuletzt vom Impressionismus inspirierte 10. Klaviersonate aus dem Jahr 2019 vorzustellen. Wir dürfen gespannt sein…

Die Fülle des Klavierklanges wird indes noch gesteigert durch den Einsatz von 20 Fingern – nämlich der beiden Pianistinnen Irina Shkolnikova und Aleksandra Steurer: Es erklingt eine schwungvolle Suite in neuromantischem Stil von Samuel Barber, einem der talentiertesten US-amerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Als Schmankerl zum Schluss erleben wir zwei kurze Stummfilme aus den 1920-er Jahren, die nicht minder modern sind: einen faszinierenden abstrakten Film von Henri Chomette und einen sehr kuriosen surrealen von Hans Richter, beide mit innovativer und inspirierter Live-Vertonung von Hans Wolf und seinem Trio.

Alles in allem ein sehr vielfältiges und reichhaltiges Programm mit einigen Highlights.
Lassen Sie sich also auf abenteuerlichen Pfaden in neue Sphären entführen, verzaubern und überraschen!

Hans Wolf
 

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Quelle: Veranstalter – Irrtümer und Änderungen vorbehalten

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