Pianistenclub: (K)ein Kinderspiel

| Johannissaal im Schloss Nymphenburg

„Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie in der Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war.“ -Astrid Lindgren

Ausgelassenheit, Heiterkeit und große Freude, aber auch tiefe Trauer und Unglück – wer erinnert sich nicht an diese Achterbahnfahrt der Gefühle als Kind? Komponisten hat es immer wieder fasziniert, sich in die Welt der Kinder hinein zu versetzen. Diese Welt, die geprägt ist von spielerischem Entdecken, Neugier, Fantasie und magischem Denken, hat sie zu wunderbaren Kompositionen inspiriert. Diese Werke sind nicht für Kinder als Vortragende gedacht, sondern wie Robert Schumann es ausdrückte: „Als Rückspiegelung eines Älteren für Ältere“.

Und so werden Sie im Konzert mit einem nostalgischen Rückblick in die Welt der Kindheit entführt. Vor allem die Romantiker haben das Kindsein oft verklärend dargestellt und schufen so eine Welt, die als Flucht vor dem oft harten Leben als Erwachsene diente. In den berühmten Kinderszenen von Robert Schumann gibt es nicht nur Heiteres und Skuriles zu entdecken, auch Melancholie und Trauer finden sich in diesem Werk.

Bei den Pupazzetti von Alfredo Casella und den sehr bekannten Jeux d´enfants von George Bizet überwiegen ausgelassene Heiterkeit und Spielfreude. Hier wechselt sich italienische Leichtigkeit mit französischer Eleganz ab – immer geprägt von einer Prise distanzierendem Humor.

Märchen werden oft für Kinder erzählt, gibt es doch in ihnen genau diese zauberhaften und auch gruseligen Momente, die Kinder lieben. Deshalb wurde die Märchenoper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart oft für Kinder bearbeitet und aufgeführt. Auch die tänzerische Cinderella-Suite von Sergej Prokofjew hat einen märchenhaften Inhalt. Die Suite ist eine Bearbeitung vom gleichnamigen Ballett und erzählt wird in wesentlichen Grundzügen das Märchen „Aschenputtel“.

Von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Sebastian Bach und Gabriel Fauré gibt es musikalische Kleinode zu hören, die entweder für jüngere bzw. noch nicht sehr erfahrene Spieler geschrieben wurden. Wie Mozarts sogenannte „Sonate facile“ erfordern sie gerade wegen ihrer Schlichtheit besonderes Können der Spieler, hier gibt es nichts mit Virtuosität zu überdecken.

Das vielfältige Programm vom Barock bis in die klassische Moderne wird von Lea Lee-Heller, Carolin Danner und Dimitrij Romanov, sowie den beiden Klavierduos Olga Kigel, Eleonora Turkenich und Yuko Tajima und Annika Hörster gestaltet. Durchs Programm führt Annika Hörster.


Robert SCHUMANN (1810–1856)
aus Kinderszenen op. 15 (1838)
Von fremden Ländern und Menschen – Kuriose Geschichte – Hasche-Mann – Glückes genug – Wichtige Begebenheit – Träumerei – Fast zu ernst – Kind im Einschlummern – Der Dichter spricht

Wolfgang Amadeus MOZART (1756–1791)
Klaviersonate Nr. 16 C-Dur KV 545 (1788)
Allegro – Andante – Rondo
Lea Lee-Heller, Klavier

Johann Sebastian BACH (1685–1750)
Präludien aus Klavierbüchlein für Wilhelm Friedemann Bach (1720–23)
C-Dur BWV 924 – D-Dur BWV 925 – d-Moll BWV 926 – a-Moll BWV 931 –
F-Dur BWV 927 – g-Moll BWV 930 – F-Dur BWV 928 – c-Moll BWV 999
Carolin Danner, Klavier

Gabriel FAURÉ (1845–1924)
Dolly Suite op. 56 (1892–96)
Berceuse – Mi-a-ou – Le jardin de Dolly – Kitty-valse – Le pas espagnol

Wolfgang Amadeus MOZART
aus Die Zauberflöte KV 620 (1791)
Fantasie für Klavier zu vier Händen
Bearbeitung von Eleonora TURKENICH
Olga Kigel und Eleonora Turkenich, Klavier zu vier Händen

PAUSE

Sergei PROKOFJEW (1891–1953)
aus Zehn Stücke aus Cinderella op. 97 (1943)
Die Frühlingsfee – Die Sommerfee – Die Herbstfee – Die Winterfee – Grillen und
Libelle - Orientalischer Tanz – Adagio: Aschenbrödel und der Prinz

aus Sechs Stücke aus Cinderella op. 102 (1944)
Walzer: Aschenbrödel und der Prinz
Dmitrij Romanov, Klavier Alfredo

CASELLA (1883–1947)
Pupazzetti op. 27 (1915)
Marcietta – Berceuse – Serenata – Notturnino – Polka

Georges BIZET (1838–1875)
Jeux d‘enfants op. 22 (1871)
L‘Escarpolette. Rêverie – La Toupie. Impromptu – Les Chevaux de Bois. Scherzo – Le Volant. Fantaisie – Trompette et Tambour. Marche – Les Bulles de Savon. Rondino Les Quatre Coins. Esquisse – Le Bal. Galop
Yuko Tajima und Annika Hörster, Klavier zu vier Händen

Idee, Konzept und Moderation: Annika Hörster

 

 

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

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Veranstaltungsort

Schloss Nymphenburg, Eingang 19

80638 München

DE

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Veranstalter

Pianistenclub e.V.