Wort und Musik - Brachland

| Münchner Künstlerhaus

Schauspiel: Rüdiger Bach
Regie: Uwe Lohr


Es gärt in Deutschland. Im Umgang mit dem was und vor allem warum es passiert, herrscht beunruhigende Sprach- und Hilflosigkeit. Die Wahlerfolge der AfD rufen uns zur Auseinandersetzung auf, es heißt, man müsse die Ängste der Bürger ernst nehmen. Doch wie sind diese Ängste entstanden, wie entstehen sie noch? Zum Beispiel bei den Bürgern in Ostdeutschland - sie haben in der DDR und trotz der DDR gearbeitet, sie haben oft mit Redlichkeit und Engagement viel geleistet. Heute sind ihre Lebensleistungen vergessen. Über die Wirtschaft und das Arbeiten wird nicht mehr gesprochen, als gehöre alles, jedes und jeder einfach auf die Müllhalde der Geschichte. Heute fühlen sie sich von einer neuen Gesellschaftsordnung nicht mitgenommen und finden sich in ihr nicht wieder, leiden unter dem fortdauernden Nichtverstehen, dem Nichtverstandenwerden zwischen Ost und West – das Nationale erscheint vielen als sichere Zuflucht in bedrohlicher Zeit. Mark ist so einer. Zu konfliktscheu fürs Büro, zu langsam fürs Fließband und auf dem Klavier ist er nie über „Für Elise" hinausgekommen. Trotz zwei Jobs wertlos und nicht wahrgenommen, abgehängt, brachliegendes Potential, ein „Muster ohne Wert", wie seine Oma ihn nannte. Doch das ändert sich gerade. Er stellt Fragen, die keiner hören will, er spielt mit seiner rechten Gesinnung „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?" Und wenn wir keine neuen Antworten auf seine „Und wenn er aber kommt?"- Frage finden, dann ist das Spiel aus und wir haben alle verloren.

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Veranstaltungsort

Lenbachplatz 8

80333 München

DE

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Veranstalter

Münchner Künstlerhaus-Stiftung