Deep Present

| Münchner Kammerspiele

DEEP PRESENT
VON JISUN KIM / AUF ENGLISCH

In „Deep Present“ beschäftigt sich die südkoreanische Regisseurin Jisun Kim mit der Idee des „Outsourcing“ als ein für unsere Zeit zentrales Konzept, das im Begriff steht, die menschliche Erkenntnisfähigkeit von Grund zu verändern. Eigentlich handelt es sich um eine Erfindung aus dem Industriezeitalter. Sie verfolgte das Ziel der Kostenreduzierung. Mittlerweile delegieren Regierungen selbst die Kriegsführung an privatwirtschaftlich geführte Unternehmen. Einmal zum Universalprinzip erhoben, führt Outsourcing zu umfassender Desensibilisierung. Schmerz oder Furcht werden zu Surrogaten von Empfindungen, die so einfach verdaulich sind wie Zuckerwürfel.

„Künstliche Intelligenz“ markiert den Kulminationspunkt dieser sich in alle denkbaren Richtungen ausbreitenden Entwicklung. Die Menschheit überträgt ihre letzte ihr selbst. gehörende Fähigkeit – die Tätigkeit des Denkens – auf Algorithmen, um Massendaten genauer und effektiver effective verarbeiten zu können. Aus welchem Antrieb heraus vollzieht sich dieser gigantische Sprung?

In „Deep Present“ stehen vier Typen von „Künstlicher Intelligenz“ auf der Bühne. Wie Theatercharaktere. Mit ihrer jeweils unverwechselbaren Stimme. Diese Reproduktionen humaner Erkenntnisfähigkeit funktionieren wie Spiegelbilder. Der Mensch, die Spezies, die ihre Fähigkeiten an eine andere überträgt, und die Maschine, die diese Befehle ausführt, stehen einander gegenüber. Es stellen sich grundlegende Fragen nach der Logik dieser Form der Arbeitsteilung. Wem nützt sie? Wohin führt sie?

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

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Veranstaltungsort

Maximilianstraße 26-28

80539 München

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Veranstalter

Münchner Kammerspiele