Eingeweide

| Münchner Kammerspiele

EINGEWEIDE
VON MARCO DONNARUMMA IN KOLLABORATION MIT MARGHERITA PEVERE
Performance

Die im Jahr 2018 entstandene Tanzperformance „Eingeweide“ bringt ein Vereinigungsritual auf die Bühne. Inmitten einer desolaten, surrealen Umgebung treten zwei Menschen in einen heftigen Kontakt mit einer künstlich intelligenten Prothese, mit Organen, die außerhalb des Körpers liegen, mit Relikten von Computerserverfarmen und tierischen Überresten.

Die von Algorithmen gesteuerte Prothese ist in der Lage, in Echtzeit lernen, sich zu bewegen und auf der Bühne zu performen. Die Organe pulsieren, kriechen den Boden entlang, scheiden Flüssigkeit aus. Sie tragen Spuren mikrobakterieller Kulturen in sich, denen sie ihre Existenz verdanken. Die Muskelbewegungen der Performer*innen werden in Klang überführt. Die Tätigkeit von Algorithmen und Verstärkersystemen transformiert das akustische Ausgangsmaterial und lässt eine kraftvolle, körperliche Hörerfahrung entstehen.

Die Körper der Performer*innen sind mal für sich und isoliert, mal treten sie miteinander in Kontakt, vereinigen und vervielfältigen sich, fordernd und selbstbewusst, dann wieder deplaziert. In all diesen Zuständen sind sie Subjekte und Objekte einer radikalen Form des Körperexperiments. Aus dem Aufeinandertreffen von Menschen, Maschinen und Mikroorganismen entstehen alternative Identitäten.

Der künstlerischen Sprache von „Eingeweide“ liegen transhumanistische Idealen ebenso fern wie Technikfeindlichkeit. Sie schafft ein eigenes Vokabular symbolischer Bedeutung. Menschen, Technologie und „andere“ Lebewesen finden zu einer harschen, poetischen und demütigenden Form von Intimität.

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

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Veranstaltungsort

Maximilianstraße 26-28

80539 München

DE

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Veranstalter

Münchner Kammerspiele