Musik Einer Liebe

| Gasteig, Kleiner Konzertsaal

MUSIK EINER LIEBE
Eröffnungskonzert der Reihe „Zum 200. Geburtstag von Clara Schumann“

Kyoko Asaka, Para Chang, Sylvia Dankesreiter, Birgitta Eila, Olga Kigel und Dmitrij Romanow spielen Werke von Clara und Robert Schumann. Die Musikwelt feiert dieses Jahr den 200. Geburtstag einer faszinierenden Künstlerpersönlichkeit: Clara Schumann. „Musik einer Liebe“ schildert ihre dramatische Liebesgeschichte mit Robert Schumann, eine der ergreifendsten Lovestorys des 19. Jahrhunderts. Als Clara Wieck in Leipzig geboren, erkennt ihr Vater Friedrich Wieck früh ihre außerordentliche Begabung und lässt sie zum pianistischen Wunderkind ausbilden. Als Jugendliche soll sie eine erfolgreiche Künstlerkarriere einschlagen, doch als eine romantische Liebe die 16 Jährige mit dem neun Jahre älteren Robert Schumann verbindet, ändert sich ihr Leben fundamental. Wie kann sie ihre Leidenschaft, als Pianistin Europa zu bereisen, mit dem Wunsch verbinden, Robert Schumann eine treue Ehefrau zu sein? Robert Schumann schreibt, inspiriert von der beginnenden Liebe zum Wunderkind Clara, seine kühnsten Werke. Die Zeit des Kennenlernens von 1832 bis zur schwer erkämpften Hochzeit 1840 ist für ihn die kreativste Zeit als Komponist. Seine Abegg-Variationen op. 1, dessen Thema an einen Walzer von Schubert erinnert, erzählen zwar eine andere Liebesgeschichte, doch die wundervolle Arabeske, in Wien und damit weit entfernt von seiner geliebten Clara entstanden, versieht er mit einer hoffnungsfrohen Widmung. Die großartigen Fantasiestücke op. 12 zeichnen tiefempfundene Eindrücke und Stimmungen musikalisch nach. Die bekannten Kinderszenen op. 15 nennt Robert Schumann Rückspiegelungen eines Älteren für Ältere. „Kleine putzige Dinger habe ich geschrieben. Du wirst Dich daran freuen“ teilt er seiner Frau mit. Seine Klaviersonate g-Moll op. 22 stattet er mit einem Finale aus, das die damals 16-jährige Clara als „viel zu schwer“ empfindet. Schumann ersetzt den letzten Satz folglich durch ein etwas einfacheres Stück, das lange Zeit die Konzertpraxis prägte. Auf dem Programm steht heute die ursprüngliche Version mit dem Presto passionato. Clara Schumanns Drei Romanzen op. 11, 1839 in Paris geschrieben, zeigen den zunehmenden Einfluss Robert Schumanns. Ihre Soirées musicales op. 6 sind ein künstlerisch äußerst wertvolles Klavierwerk, welches pianistische Virtuosität mit höchster lyrisch-poetischer Inspiration eines tief empfindenden romantischen Geistes verbindet. Ein besonderer Abend, stimmungsvoll moderiert von Hans Wolf.

Das Programm

Robert SCHUMANN (1810–1856)
Abegg-Variationen F-Dur op. 1 (1829/30)
Arabeske C-Dur op.18 (1838/39)
Kyoko Asaka, Klavier

Clara SCHUMANN (1819–1896)
Drei Romanzen op. 11 (1838/39)
es-Moll. Andante
g-Moll. Andante – Allegro
As-Dur. Moderato
Olga Kigel, Klavier

Robert SCHUMANN
Fantasiestücke op. 12 (1837)
Des Abends – Aufschwung – Warum? – Grillen – In der Nacht – Fabel –
Traumes Wirren – Ende vom Lied
Birgitta Eila, Klavier

PAUSE

Robert SCHUMANN
Kinderszenen op. 15 (1838)
1. Von fremden Ländern und Menschen – 2. Kuriose Geschichte – 3. Hasche-Mann – 4. Bittendes Kind – 5. Glückes genug – 6. Wichtige Begebenheit – 7. Träumerei – 8. Am Kamin – 9. Ritter vom Steckenpferd – 10. Fast zu ernst – 11. Fürchtenmachen – 12. Kind im Einschlummern – 13. Der Dichter spricht
Dmitrij Romanov, Klavier

Clara SCHUMANN
Aus: Soirées musicales op. 6 (1834/36)
Nr. 1: Toccatina a-Moll
Nr. 4: Ballade d-Moll
Nr. 6: Polonaise a-Moll
Para Chang, Klavier

Robert SCHUMANN
Klaviersonate g-Moll op. 22 (1833–38)
So rasch wie möglich
Andantino. Getragen
Scherzo. Sehr rasch und markiert
Presto. Passionato
Sylvia Dankesreiter, Klavier

Moderation: Hans Wolf
Idee und Konzept: Para Chang und das „Schumann“-Team mit Sylvia Dankesreiter und Irina Shkolnikova

 

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

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Veranstaltungsort

Rosenheimer Str. 5

81667 München

DE

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Veranstalter

Pianistenclub e.V.