Luisa Miller

| Pasinger Fabrik

MÜNCHENS KLEINSTES OPERNHAUS ZEIGT „LUISA MILLER“

Der Stoff dieser Verdi-Oper ist vielen wohl bekannt als „Kabale und Liebe“, das heute als eines der bedeutendsten deutschen Theaterstücke gilt und an vielen Schulen zur Pflichtlektüre gehört. Ursprünglich nannte Friedrich Schiller sein bürgerliches Trauerspiel „Luise Millerin“; erst später entstand der für das Publikum attraktiver klingende Titel „Kabale und Liebe“. Mit „Luisa Miller“ vertonte Giuseppe Verdi bereits zum dritten Mal ein Drama von Friedrich Schiller. Das erste Stück war „Giovanna d’Arco“ (nach „Die Jungfrau von Orléans“, 1845), es folgten „I masnadieri“ (nach „Die Räuber“, 1847), „Luisa Miller“ (1849) und schließlich „Don Carlos“ (1867). Die Oper „Luisa Miller“, die als entscheidender Wendepunkt in Giuseppe Verdis musikalischer Entwicklung gilt, ist heutzutage selten auf den Spielplänen der Opernbühnen zu finden. Mit umso mehr Spannung darf diese Oper auf der Pasinger und Obermenzinger Opernbühne erwartet werden!

Auch wenn die Oper einen Frauennamen im Titel führt, so bedeutet das nicht, dass Luisa im Zentrum steht. Sie hat zweifelsohne ihre Bedeutung, ist auch Auslöser für die Krise des Dramas. Aber zentral sind die Verstrickungen aller Personen in ihren jeweiligen Taten, moralischen Leitfäden und ihrer christlichen Opferrolle. Ein dichtes Geflecht aus psychologischen Motiven lässt alles undurchdringbar und ausweglos erscheinen. Die Oper beginnt mit einer Lüge und durch die Lügen fast aller endet sie in der Katastrophe. Giuseppe Verdi vertonte den Stoff für das Teatro San Carlo in Neapel (UA 1849) und verlegte den Spielort des politisch brisanten Stoffs nach Tirol. Ferdinando wurde aufgrund der Namensgleichheit mit dem regierenden König in Rodolfo umbenannt. Die Politik spielt immer noch eine große Rolle, bei Verdi sind die Motive und Beweggründe der Guten jedoch stark im christlichen Glauben verankert. Das Libretto verweist eindeutig auf sakramentale Zusammenhänge, wenn es um Handlungen geht, welche die Personen für ihr eigenes Heil wählen wollen – und sei es, dass Figuren keinen Ausweg mehr in dieser Welt sehen. Eine wichtige Rolle spielt außerdem die Hofgesellschaft, wie überhaupt der Gegensatz zwischen dem bürgerlichen Heim der Luisa Miller und dem Palast des Rudolfo. Die Verdichtung des Stoffes ermöglicht eine Konzentration auf die Psychologie von Familie und Macht.

Für die Inszenierung konnte bereits zum zweiten Mal der Regisseur Marcus Everding gewonnen werden, der schon 2016 mit der humorvollen Operette „Die schöne Helena“ von Offenbach das Publikum zu begeistern wusste. Everding schrieb eigens für die Fassung der Pasinger Fabrik eine neue deutsche Übersetzung. Auch dem Einfallsreichtum von Claudia Weinhart sind keine Grenzen gesetzt und so gestaltet sie bereits zum dritten Mal in Folge die Bühne und Kostüme, welche diesmal an die Epoche des Biedermeier angelehnt sein werden. Der musikalische Leiter Andreas P. Heinzmann arrangiert zudem wieder in dem bewährten Duo gemeinsam mit dem Flötisten Jörg-Oliver Werner für das 10-köpfige Orchester von Münchens Kleinstem Opernhaus.

„Luisa Miller“ wird am 21. Dezember 2018 in der Wagenhalle der Pasinger Fabrik Wiederaufnahme-Premiere feiern und dort in weiteren 14 Vorstellungen bis 3. Februar 2019 zu sehen sein.

  • Regie & Textfassung: Marcus Everding
  • Musikalische Leitung: Andreas Pascal Heinzmann
  • Ausstattung: Claudia Weinhart
  • Arrangement: Jörg-Oliver Werner & Andreas Pascal Heinzmann  
  • Luisa: María-José Rodríguez, Stacey Trenteseaux, Jennifer Jakob
  • Rodolfo: Jason Papowitz, Andreas Stauber,
  • Graf Walter: Philipp Gaiser, Igor Levitan, Andreas Agler
  • Wurm: Florian Drexel, Bernd Gebhardt
  • Federica: Maria Margarethe Brunauer, Hitomi Kawai
  • Miller: Robson Bueno Tavares, Tohru Iguchi

Es spielt das 10-köpfige Orchester von Münchens Kleinstem Opernhaus.

 

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Veranstalter

Pasinger Fabrik Kultur- und Bürgerzentrum GmbH