Literaturfest München 2018 - Immer weiter: leben und schreiben

| Muffatwerk, Ampere

Ramy Al-Asheq, Lina Atfah, Aref Hamza, Noor Kanj, Svenja Leiber, Annika Reich und das Kayan Project
Moderation: Alex Rühle (Süddeutsche Zeitung, Bellevue di Monaco)
Sprachen: Arabisch / Deutsch
Lesung in Originalsprache, Projektion der deutschen Übersetzung

Das Portal für Literatur und Musik aus Krisengebieten zu Gast beim forum:autoren: Die Initiatorin Annika Reich stellt Weiter Schreiben vor, und die Autorinnen und Autoren berichten, warum ebendies –  weiterzuschreiben – für sie außer Frage steht.

„Ich wurde von einer Aktivistin zu jemandem, der wegläuft, und schließlich zu einem Flüchtling“, sagt Lina Atfah, „aber ich schreibe immer noch über das Leiden und Hoffen in Syrien.“ Die junge Autorin hat in Damaskus arabische Literatur studiert. Sie demonstrierte gegen das Regime, wurde bedroht – und durfte schließlich ausreisen. Aktuell arbeitet sie an einer Familiengeschichte in einer Diktatur.

Dank Weiter Schreiben ist Lina Atfah keine Einzelkämpferin in ihrer neuen Heimat: Das von der Berliner Autorin Annika Reich 2017 mitinitiierte Netzwerk vermittelt nach Deutschland geflüchteten Schreibenden den Zugang zum Literaturbetrieb, es übersetzt, illustriert und veröffentlicht ihre Texte. Vor allem aber bringt es neu Angekommene und hier Lebende in einen Dialog.  

Was daraus entstehen kann, erzählen Noor Kanj und Svenja Leiber. Die gebürtige Hamburgerin bereiste Kanjs Heimat Syrien bereits für eigene Romanrecherchen – und schon bei der ersten Sprachbegegnung mit der Syrierin entdeckte sie eine „blitzartige kleine Verwandtschaft“.

Ramy Al-Asheq und Aref Hamza stammen auch aus Syrien und waren in Deutschland mit vielen unbekannten Traditionen konfrontiert. Was es für Kreative bedeutet, in neuen kulturellen Kontexten zu leben und zu arbeiten, beschreiben die beiden Lyriker und ihre Kolleginnen im Gespräch mit Alex Rühle. Ob sich ihre Themen ändern und wie sich Erfahrungen von Krieg und Flucht in neue Arbeiten einschreiben, ist zudem in kleinen Lesepassagen zu hören.

Weiter geht’s dann mit dem israelisch-palästinensischen Kayan Project: Die mitten im Konfliktgebiet Israel und Palästina geborene Sängerin und ihre internationalen Bandmitglieder vertonen arabische, hebräische und englische Gedichte und Folksongs. Sie improvisieren und spielen Eigenkompositionen an Oud, Bass und Percussion – und verbinden mit ihrem Jazz Nationen über alle Grenzen hinweg.

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

12,00 EUR

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Veranstaltungsort

Zellstr. 4

81667 München

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Veranstalter

Stiftung Literaturhaus München