Konzert ensemble hartmann21 Werke von Karl Amadeus Hartmann, Mark Andre, Jadwiga Frej

| Karl Amadeus Hartmann-Gesellschaft

Konzert ensemble hartmann21 - Werke von Karl Amadeus Hartmann, Mark Andre, Jadwiga Frej

ensemble hartmann21
Bomi Song, Violine
Hani Song, Violine
Annette Fritz, Violine
David Schreiber, Viola
Hans-Henning Ginzel, Violoncello und Musikalische Leitung

Eine Veranstaltung der © Karl Amadeus Hartmann-Gesellschaft e. V., gefördert durch Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Kulturreferat der Landeshauptstadt München, LFA Förderbank Bayern und Bezirk Oberbayern.

Unmittelbar nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 komponiert, steht das 1. Streichquartett Karl Amadeus Hartmanns exemplarisch für den Kanon an Kompositionen, mit denen er gegen den Nationalsozialismus ankomponierte. Als 28-Jähriger verweigerte er sich rigoros jeglicher Vereinnahmung und begab sich in Deutschland in die Innere Emigration. Er schmuggelte seine Werke jedoch ins Ausland, um dort umso beredter zu sprechen. Durch stetiges Einbeziehen von sich
zu Klage- und Anklagechiffren erhebenden jüdischen Melodien (insbesondere des Pessach-Liedes Eliyahu hanavi) sowie Musik- und Textzitaten verfemter und verbotener Künstler, versuchte Hartmann in sämtlichen Kompositionen seine
Botschaft von grenzenloser Humanität nach außen zu tragen.
Des weiteren widmet sich unser ensemble hartmann21 Kompositionen der jungen Dresdner Komponistin Jadwiga Frej (UA) und des renommierten Komponisten Mark Andre. Die einundzwanzigjährige, in Polen gebürtige und in Dresden aufgewachsen
und lebende Jadwiga Frej muss man bereits jetzt zu den spannendsten Stimmen Ihrer Generation zählen. Der 1964 in Paris geborene Komponist Mark Andre schafft in seiner Musik existentielle Erfahrungsräume, die von subtilen Veränderungsprozessen geprägt sind. „Kartenhäuser des Klangs, die kein Wind umzublasen vermag“ nannte das Hamburger Abendblatt seine ebenso feinen wie
konzentrierten Kammermusiken. Neben ...zu..., dessen Titel sich auf die Offenbarung des Johannes aus Patmos bezieht (22,5), gesellt sich Andres iv8. „iv“ steht hierbei als Abbreviatur für i(ntro)v(ertiertheit). Es geht um innere kompositorische Räume, die durch die Fokussierung auf fluktuierende und zerbrechliche Klanggestalt entwickelt werden.
Wo liegen die Grenzen der Wahrnehmung, der Notation, der Klangerfahrung? Diesen Fragen möchten wir gemeinsam mit den anwesenden Komponisten Jadwiga Frej und Mark Andre nachspüren.

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

12,60 EUR

inkl. MwSt, zzgl. Service- & Versandkosten

Veranstaltungsort

Franz-Joseph-Str. 20

80801 München

DE

Mehr Infos zum Veranstaltungsort

Veranstalter

Karl Amadeus Hartmann-Gesellschaft e.V.