Das symphonische Klavier

| Gasteig, Kleiner Konzertsaal

„Ihr glaubt, das ist nur ein Instrument? Das sind hundert Instrumente!“ sagte der berühmte Pianist Anton Rubinstein. So verwundert es nicht, dass das Klavier auch oft als Orchester benutzt wurde. Im 19. Jahrhundert wurden sämtliche sinfonischen Werke und Opern in den bürgerlichen Wohnzimmern wieder und wieder auf dem Klavier aufgeführt.

Viele Komponisten arrangierten auch Originalwerke für Klavier in Fassungen für Orchester – so z.B. Maurice Ravel, der zuerst die Klavierversion seiner Valses nobles et sentimentales erschuf, um anschließend ein Orchesterwerk daraus zu machen. Genauso verfuhr Antonin Dvorak mit seinen Slawischen Tänzen, für die er aber gleich zwei Pianisten an einem Klavier einsetzte, um all die Stimmen und Farben aus dem Instrument zu holen, die er sich vorstellte. Bei manchen Komponisten schwingt auch in der Klavierliteratur immer sinfonisches Denken mit: So wie bei vielen Werken von Ludwig van Beethoven, der mit der Klaviersonate op. 57 in f-moll („Appassionata“) im Konzert vertreten ist. Zuletzt nimmt das Klavier auch als Kammermusikpartner sinfonische Aufgaben wahr, so auch in Brahms berühmtem Klavierquartett in g-moll mit dem Zigeunerrondo, in dem das Klavier als Gegenpol zur Streichergruppe sehr orchestral auftritt. Dieser Schreibweise veranlasste später den Komponisten Arnold Schönberg dazu, aus dem Klavierquartett tatsächlich eine Fassung für großes Sinfonieorchester zur erschaffen, die er mit Stolz betitelte als: Brahms 5. Sinfonie.

Es spielen Tessa Catchpole, Carolin Danner, Annika Hörster und Dmitrij Romanov, es moderiert Carolin Danner.

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Saalplan

25,00 EUR

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Veranstaltungsort

Rosenheimer Str. 5

81667 München

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Veranstalter

Pianistenclub e.V.