Residenzwoche 2018 - Nachtkonzert

| Antiquarium

Christian Elin, Saxophon und Bassklarinette

Friederike Heumann, Viola da gamba und Lirone

Kompositionen von Christian Elin (geb. 1976), Diego Ortiz, Marin Marais, Sieur de Sainte Colombe

Berührende Klänge in einem einzigartigen Raum: in der ganz besonderen Atmosphäre des nächtlichen Antiquariums Musik der Renaissance bis ins 21. Jahrhundert.

Programm

Marin Marais             Sonnerie de S.te Geneviève du Mont de Paris

(1656-1728)             Bearbeitung für Sopransaxophon und Viola da Gamba

Christian Elin         La Chiesetta

(*1976)                 für Viola da Gamba und Baßklarinette

Sieur de Sainte Colombe         Concert Xe – Les Couplets

(ca. 1640-1700)                     Bearbeitung für Bassklarinette und Viola da Gamba

Christian Elin          L'incantesimo del profumo di legno

                            für Viola da Gamba/Lirone und Baßklarinette

(Uraufführung)

Diego Ortiz         Recercada I

(1510-1570)      Improvisation über Passamezzo antico

Christian Elin         Cycles – Part I für Sopransaxophon solo

Cyprien de Rore         Diminution über Ancor che col partire

(ca. 1515-1565)         Bearbeitung für Sopransaxophon und Viola da Gamba

Sieur de Sainte Colombe          Chaconne für Viola da gamba sola

(ca. 1640 – 1700)

Christian Elin         Recercada primeira für Viola da Gamba und Baßklarinette

 

Christian Elin musiziert als Solosaxophonist regelmässig in bedeutenden Sinfonieorchestern, wie zum Beispiel beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern und der Badischen Staatskapelle Karlsruhe. In jüngster Vergangenheit arbeitete er mit Dirigenten wie Kirill Petrenko, Peter Eötvös, Hans Zender und Johannes Kalitzke zusammen. 2014 wirkte er an der von der Fachzeitschrift "Opernwelt" zur "Produktion des Jahres" gewählten Oper "Die Soldaten" an der Bayerischen Staatsoper mit.

Jüngste Höhepunkte seiner solistischen Konzerttätigkeit waren die französische Erstaufführung seines Werkes „WAVES“ für Sopransaxophon und Streichorchester mit dem Orchestre symphonique de Mulhouse in Strasbourg sowie die Uraufführung des Saxophonkonzertes "Cri muet" von Enjott Schneider mit dem Orchestre de Chambre Nouvelle Europe in Paris.

Konzertreisen führten ihn zu renommierten europäischen Festivals wie Ars Musica Brüssel, Bregenzer Festspiele, MaerzMusik Berlin, Musica Viva München; außerdem gastierte er im Amsterdamer Concertgebouw, dem Wiener Konzerthaus, dem Konzerthaus Berlin, der Alten Oper Frankfurt, dem ZKM Karlsruhe und im IRCAM Paris.

Das Repertoire Christian Elins umfasst neben ausgesuchten Bearbeitungen alter Musik alle Stilepochen seit der Erfindung seines jungen Instruments. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Musik zeitgenössischer Komponisten: So entstanden in Zusammenarbeit mit Komponisten wie Rihards Dubra, Manfred Stahnke, Enjott Schneider, Peter Michael Hamel, Minas Borboudakis u.a. viele neue Solowerke für Saxophon.

Christian Elins eigene Kompositionen liegen inzwischen auf drei CDs vor: „streaming“ (2009) mit Solokompositionen, über die der Komponist Erkki­-Sven Tüür sagte: „Wunderschön, atmosphärisch und poetisch“, „Back to yourself“ (2012), eingespielt gemeinsam mit der italienischen Pianistin Anna D‘Errico und “Some kind of Blues” (2017) im Duo mit Maruan Sakas.

Neben seiner Tätigkeit als klassischer Musiker arbeitet Christian Elin auch grenz-­ und genreübergreifend und integriert in seinen Programmen regelmäßig Improvisationen: Elemente aus indischer Musik, Jazz, Minimal Music und klassischer Avantgarde finden hier Eingang in seine eigene unverwechselbare Klangsprache. Seine Begeisterung für interkulturelle musikalische Begegnungen führte ihn zu gemeinsamen Projekten mit dem amerikanischen Sarod-Virtuosen Ken Zuckerman, dem spanischen Percussionisten Pedro Estevan und dem indischen Tablaspieler Anindo Chatterjee.

Für seine künstlerische Arbeit erhielt er 2013 den Bayerischen Kunstförderpreis. Aus der Jurybegründung: „Christian Elins Improvisationen auf dem Sopransaxophon, technisch herausfordernd aber spielerisch leicht ausgeführt, sowie sein Umgang mit musikalischen Einflüssen anderer Kulturen sind herausragend.“ Weitere Auszeichnungen waren unter anderem ein erster Bundespreis beim Wettbewerb "Jugend musiziert" sowie Förderungen durch die Kulturstiftung des Bundes, der Musikakademie Basel, dem Europäischen Zentrum der Künste Dresden-Hellerau und der Yehudi-­Menuhin­-Stiftung. In der Saison 2004/05 war er Stipendiat der Internationalen Ensemble-­Modern-Akademie.

Friederike Heumann studierte Viola da gamba an der Schola Cantorum Basiliensis bei Jordi Savall und Paolo Pandolfo. Sie schloss ihre Ausbildung mit einem Solistendiplom für Alte Musik ab. Anschließend war sie Stipendiatin an der Cité Internationale des Arts in Paris und lebte dort mehrere Jahre als freischaffende Musikerin. Als Solistin und als Gast von Ensembles wie Hesperion XXI und Le Concert des Nations (Jordi Savall), Concerto Vocale (René Jacobs), Le Concert d´Astrée (Emmanuelle Haïm), Les Arts Florissants (William Christie), Ensemble Café Zimmermann, Le Poème Harmonique, Lucerne Festival Orchestra (Claudio Abbado), Royal Concertgebouw Orchestra, Montréal Symphony Orchestra und Deutsches Symphonie-Orchester Berlin (Kent Nagano), Bayerische Staatsoper München, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Berliner Barocksolisten u.a. ist sie in ganz Europa, Kanada, Brasilien, Japan, den USA und Israel zu hören.

Mit ihrem Ensemble Stylus Phantasticus ist sie Gast vieler internationaler Festivals, sowohl mit Instrumentalmusik des 17. Jahrhunderts, als auch unter Mitwirkung von Gesangssolisten wie u.a. María Cristina Kiehr, Victor Torres, Claire Lefilliâtre, Andreas Scholl, Damien Guillon, Roberta Invernizzi und Furio Zanasi.

Unter Friederike Heumanns künstlerischer Leitung erschienen bei Accent 2010 “Hortus Musicus – der Musikgarten des Johann Adam Reincken”, sowie 2007 „L´Harmonie des Nations“ – Musik aus der Zeit des Kurfürsten Max Emanuel. Diese Aufnahme wurde mit dem “Diapason d´or” und den “4 clés de Télérama” ausgezeichnet. Auch frühere Aufnahmen sind von der internationalen Kritik mit großer Begeisterung und vielen Auszeichnungen aufgenommen worden (Diapason d’Or, Choc du Monde de la Musique, 10 de Répertoire/Classica, 5 Étoiles de Goldberg, 4 clés de Télérama ffff ):

„Solo a viola di gamba col basso“ – Sonaten für Viola da gamba von Carl Philipp Emanuel Bach (Alpha 2005); „Ciaccona – il mondo che gira“ mit Kammermusik von Dietrich Buxtehude (Alpha 2004); „Why not here“, Musik für zwei Lyra-viols, mit ihrer Duopartnerin Hille Perl (2004); „Zeichen im Himmel“, die erste Einspielung von Musik Philipp Heinrich Erlebachs, mit Stylus Phantasticus und Victor Torres (Alpha 2002), das Soloalbum „Il vero Orfeo” (Accent 2012): Arcangelo Corellis op. V in Bearbeitung und Imitation.

Beim internationalen Wettbewerb “Premio Bonporti” in Rovereto wurde Friederike Heumann mit dem Ensemble Le Nuove Musiche mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

Friederike Heumann unterrichtet Viola da gamba und Kammermusik an dern Musikhochschulen in Würzburg und München sowie auf zahlreichen internationalen Meisterkursen.

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

Saalplan

Preise

Kategorie 1 28,30 EUR
Kategorie 2 22,70 EUR

inkl. MwSt, zzgl. Service- & Versandkosten

Jetzt Tickets auswählen

Veranstaltungsort

Residenzstraße 1

80333 München

DE

Mehr Infos zum Veranstaltungsort

Veranstalter

Bayerische Schlösserverwaltung