Residenzwoche 2018 - Marie-Sophie Pollak

| Residenz, Cuvillies-Theater

Marie-Sophie Pollak, Sopran - Lauriane Follonier, Hammerflügel
Accademia di Monaco
Joachim Tschiedel, Leitung

Eine „musikalische Akademie“, wie sie am Münchner Hof als festliches Ereignis gegeben wurde, eine gemischte Folge von Arien, Instrumentalkonzerten und sinfonischen Orchesterstücken. Mozart wurde 1790 auf der Rückreise von der Kaiserkrönung in Frankfurt vom Kurfürsten eingeladen, eine Akademie anlässlich des Besuchs des Königs von Neapel zu gestalten. Er spielte mit hoher Wahrscheinlichkeit sein „Krönungskonzert“ KV 459, das er im Gepäck hatte. Die Auszüge aus Idomeneo und die Arie KV 490, die eine Umarbeitung einer Arie aus Idomeneo zu einer Konnzertarie darstellt, sind Hommage an den Ort: Im Cuvilliés-Theater wurde diese opera seria Mozarts im Jahr 1781 uraufgeführt.

Programm

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Ouvertüre zur Oper „Idomeneo“ (München 1781)
Wolfgang Amadeus Mozart: Arie KV 490 „Non temer amato bene“ mit Violine solo
Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert KV 459 „Krönungskonzert“
Antonio Salieri (1750-1825): Ouvertüre zur Oper "La scuola de’ gelosi"
Antonio Salieri (1750-1825): Rezitativ und Rondò der Gräfin „Or ei con Ernestina – Ah sia già“
aus der Oper "La scuola de’ gelosi"
Wolfgang Amadeus Mozart: Chaconne aus dem Ballett zu „Idomeneo“
Vicente Martín y Soler (1754-1806): Cavatina der Lilla „Dolce mi parve un di“
aus der Oper "Una cosa rara"
Vicente Martín y Soler (1754-1806): Arie der Angelica „Son ancora tenerella“ aus der Oper "Il burbero di buon cuore"
Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zum Ballett „Les petits riens“ KV 299b
Wolfgang Amadeus Mozart: Arie KV 369 (München 1781)

Künstler

Marie-Sophie Pollak, in Bietigheim-Bissingen geboren, studierte an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Gabriele Fuchs und schloss ihr Diplom mit Auszeichnung ab.

Noch während ihres Studiums debütierte sie bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, denen sie in mehreren Produktionen verbunden blieb. Es folgten Konzert- und Opernengagements im In- und Ausland. Regelmäßig ist Marie-Sophie Pollak bei namhaften Festivals, u.a. LuganoMusica, Potsdamer Musikfestspiele Sanssouci, Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Münchener Biennale, Trans-Sibirian Art Festival Novosibirsk, zu hören und stand bereits auf Bühnen wie der Tonhalle Düsseldorf, Wiener Musikverein, Wiener Konzerthaus, Prager Rudolfinum, Herkulessaal München, Konzerthaus Berlin, Hamburger Staatsoper, Auditorio Nacional de Madrid sowie dem Théatre du Chatêlet in Paris. Während ihrer noch jungen Karriere arbeitete sie bereits mit Dirigenten wie Kent Nagano, Thomas Hengelbrock, Jean-Christophe Spinosi, Hans-Christoph Rademann, Václav Luks und Alessandro de Marchi. Besonders verbunden ist Marie-Sophie Pollak der Elbphilharmonie Hamburg. Ihrem Debüt im Oktober 2017 in Haydns “Die Jahreszeiten” unter der Leitung von Kent Nagano folgen mehrere Konzerte, unter anderem das Silvesterkonzert 2018.

Marie-Sophie Pollak ist Bundespreisträgerin 2006 des Wettbewerbs „Jugend Musiziert“ und war Finalistin beim Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper „Pietro Antonio Cesti“. Sie wurde zweimal mit dem Deutschlandstipendium ausgezeichnet, wird zudem von der Organisation Yehudi Menuhin Live Music Now gefördert und ist Stipendiatin der Christl und Klaus Haack-Stiftung.

Lauriane Follonier, geboren in Venthône (Schweiz), studierte Klavier in Neuchâtel bei Marc Pantillon und in München, wo sie 2011 die Klaviermeisterklasse bei Prof. Gitti Pirner abschloss. es schloss sich ein Studium im Fach Master für Alte Musik mit dem Schwerpunkt Hammerklavier bei Prof. Christine Schornsheim an.

Lauriane Follonier erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. gewann sie 2004 „La Joute musicale d’Espace 2“, dem sich eine CD-Produktion im Studio Ansermet und eine Radiodirektübertragung eines Rezitals im Jahre 2008 anschloss. Im gleichen Jahr vertrat sie die französische Schweiz beim Preis der öffentlich-rechtlichen frankophonen Rundfunkanstalten. Lauriane Follonier konzertiert regelmäßig in der Schweiz und in Deutschland. 2005 gastierte sie als Kammermusikerin in Venezuela, 2009 mit einem Solorezital in der Tschechischen Republik, 2010 mit ihrem Trio auf Samos (Griechenland).

In der Saison 2010/2011 war sie – im Wechsel mit Silke Avenhaus – als Pianistin bei der „Ludwig II.“-Produktion an den Münchner Kammerspielen engagiert.

Ihr Orchesterdebüt gab sie in der Schweiz mit dem Orchester des Conservatoriums Sion 1998, in Deutschland im Juli 2006 mit dem Kammerorchester der Hochschule München. Im November 2010 trat sie mit dem Doppelkonzert von Francis Poulenc in der Victoria Hall in Genf auf, 2012 mit dem zweiten Konzert von Brahms im Herkules-Saal in München.

Die Accademia di Monaco gründete sich im Oktober 2014 und spielt auf historischen Instrumenten. Unter der Leitung von Konzertmeisterin Mary Utiger, Professorin für Barockgeige an der Hochschule für Musik und Theater München und Joachim Tschiedel, stellvertretender Leiter des Masterstudiengang Musiktheater an der Bayerischen Theaterakademie, spielen Studierende und Absolventen des Studios für historische Aufführungspraxis der Hochschule sowie Profi-Gäste im Sinne einer „musikalischen Patenschaft“. Das Orchester ist in seiner Ausrichtung einzigartig in Deutschland. Mit der Konzeption von innovativen Programmen wird versucht, die Musik des Barock und der Klassik in neuen Zusammenhängen zu sehen. Im Juni 2017 erscheint die erste CD des Orchesters "Arien für Nancy Storace" bei Coviello Classics.

Joachim Tschiedel ist stellvertretender Leiter des Masterstudiengang Musiktheater an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und dort für alle musikalischen Einstudierungen im Musiktheater verantwortlich. Herausragende Dirigate der letzten Jahre: LE NOZZE DI FIGARO, COSÌ FAN TUTTE, DIE GÄRTNERIN AUS LIEBE, EUGEN ONEGIN und LA CENERENTOLA. Besonders zu erwähnen: das begeisternde Spiel der Hofkapelle München bei Mozarts COSÌ FAN TUTTE, was zu wertvollen Erfahrungen und neuen Erkenntnissen über das historisch informierte Musizieren führte. In der Produktion von Mozarts FIGARO mit dem Münchner Kammerorchester die Rezitative am Hammerklavier spielend, wurde diese von der Fachzeitschrift Opernwelt zur Inszenierung des Jahres nominiert.

Nach dem Dirigierstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main und Engagements an den Theatern von Eisenach und Dessau schloss sich der Aufbaustudiengang Kultur- und Medienmanagement, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, an. Es folgten Gastdirigate beim Rundfunksinfonieorchester Berlin, an der Hamburgischen Staatsoper, bei der Staatlichen Philharmonie Halle, beim Stuttgarter Kammerorchester, dem Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz und den Münchner Symphonikern. Bei der Produktion LA FINTA GIARDINIERA im November 2011 dirigierte er das Münchener Kammerorchester, der Münchner Merkur schrieb: „Einen schöneren, erfüllteren Mozart gibt es in München derzeit nicht zu hören.”

Mit Ulf Schirmer und dem Münchner Rundfunkorchester verbindet Joachim Tschiedel im Rahmen der Musiktheaterproduktionen an der Bayerischen Theaterakademie eine außergewöhnlich enge Zusammenarbeit: Co-Dirigat von Peter Eötvös’ Oper DREI SCHWESTERN in der hoch gelobten Inszenierung von Rosamund Gilmore. Mit dieser Oper debütierte er im Juli 2011 an der Staatsoper Berlin bei der Staatskapelle.

Im März 2012 leitete er erneut das Werkstatt-Opernprojekt an der Theaterakademie, nach RADAMES von Eötvös und PELLEAS von Debussy/Brook, LA VIDA BREVE von Manuel de Falla in einer viel beachteten eigenen instrumentalen Fassung.
Im Juni 2012 dirigierte Joachim Tschiedel mit Janaceks tiefgründiger Oper DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN wiederum das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz, im November das Münchner Rundfunkorchester mit Donizettis
I PAZZI PER PROGETTO und Strasnoys LE BAL und im März 2013 erneut die Hofkapelle München mit Simon Mayrs ADELASIA ED ALERAMO.
Im Oktober 2013 leitete er die viel beachtete Premiere von Händels IMENEO mit dem Barockorchester der Hochschule für Musik und Theater München.
2014 erfolgte gemeinsam mit der Geigerin Mary Utiger die Gründung des Originalklangensembles Accademia di Monaco, das inzwischen einer regen Konzerttätigkeit nachgeht und von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert wird. Im Juni 2017 erschien die erste CD des Orchesters „Arien für Nancy Storace“ bei Coviello Classics. Im November 2017 spielte die Accademia di Monaco unter Joachim Tschiedel Franz Xaver Sterkels Oper „Il Farnace“ (1782) am Stadttheater Aschaffenburg in einer szenischen Produktion.

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

Saalplan

Preise

Kategorie 1 67,50 EUR
Kategorie 2 56,30 EUR
Kategorie 3 45,10 EUR
Kategorie 4 33,90 EUR
Kategorie 5 28,30 EUR
Kategorie 6 22,70 EUR

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Veranstaltungsort

Residenzstraße 1

80333 München

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Veranstalter

Bayerische Schlösserverwaltung