Theater in Kempten - Heinrich von Kempten (Premiere)

| Stadttheater Kempten, THEaterOben

Zwischen Ideal und Wirklichkeit

Premiere am T:K-Theater in Kempten: Silvia Armbruster bringt Heinrich von Kempten nach Konrad von Würzburg auf die Bühne und damit die testosterongeschwängerte Ritterwelt

Wer kennt nicht sein nacktes Bildnis auf dem Kemptener Rathaus? Das Theater in Kempten bringt die Geschichte des Ritters Heinrich von Kempten nach dem Versepos von Konrad von Würzburg auf die Bühne des Stadttheaters. Premiere der Inszenierung von Kemptens Theaterdirektorin Silvia Armbruster ist am Donnerstag, 12. April, 20 Uhr, im THEaterOben.

Heinrich zieht laut Legende seinen jähzornigen Kaiser buchstäblich über den Tisch, um ihm Jahre später nackt aus dem Badezuber springend das Leben zu retten. Er ist ein Ritter, der sich bei aller Derbheit richtig und vorbildlich, selbstbewusst, mutig und treu – ja tugendhaft – verhält, fast eine Art Kemptener „Michael Kohlhaas“.

Für Silvia Armbruster „eine Geschichte zwischen tragischem Ernst und burlesker Ironie“, auf die sie aus Sicht der Witwen Heinrichs (Julia Jaschke) und seines Kaisers Otto (Annette Wunsch) musikalisch begleitet (Rainer von Vielen, Michael Schönmetzer) zurückblickt.

Im Zentrum steht das Ziel des Maßhaltens, das von allen Beteiligten mehr oder weniger bewusst verletzt wird. Diese Missachtung des rechten Maßes zeitigt furchtbare Folgen: Schuld ruft neue Schuld hervor, Gewalt erzeugt Gegengewalt. Erzählt mit befreiendem Humor gibt es doch ein versöhnliches und heiteres Ende.
Eine Geschichte über die testosterongeschwängerte Ritterwelt vor 750 Jahren und die Diskrepanz zwischen Ideal und Wirklichkeit. Voll von narrativem Schwung mit großer Kunstfertigkeit gedichtet vom mittelalterlichen Dichter Konrad von Würzburg, von dem es hieß: „Er hat alles versucht und alles gekonnt“.

 

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

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Veranstalter

Theater in Kempten GmbH