Perlen der Klassik 2010 - Mozart "Lodronische Nachtmusiken"
| Datum: | Donnerstag, 12.08.2010 |
|---|---|
| Uhrzeit: | 18:00 Uhr |
| Veranstalter: | RTK Kultur |
| Ort: | Roseninsel |
| Adresse: |
Roseninsel 82340 Feldafing |

Perlen der Klassik 2010 - Mozart "Lodronische Nachtmusiken"
Mozart hat diese Werke 1776 und 1777 jeweils für den Na¬menstag der Gräfin Lodron geschrieben. Sie sind das Musterbeispiel des großen sechssätzigen Di¬vertimentos, das in vollendeter Form beste Unterhaltung mit anspruchsvoller Virtuosität und ausgewogenem Ensemblespiel verbindet. Beide Kompositionen gehören neben der all¬bekannten „Kleinen Nachtmusik“ zu den besten Serenadenmusiken Mozarts und zeigen alle Vorzüge seines genialen Stils. Mit der Form des sechssätzigen Divertimento schuf Mozart in diesen Werken „Unterhaltungs- und Vergnügungsmusiken“ auf dem Niveau höchster Kunstmusik. Beide Werke stellen zugleich Prototyp und Höhepunkt dieser Gattung und Besetzung dar, die auf diesem Niveau später nicht mehr erreicht wurde. Über eine Aufführung der 2. Lodronischen Nachtmusik berichtet Leopold Mozart an seinen Sohn nach Wien:
„dann spielte aber H. Kolb die Caßation mit dem erstaunlichsten Beyfahl. Graf Czernin der weder jemals den Kolb hat geigen hören, weder diese Caßation gehört hat, stand hinter und bald neben ihm mit der größten Aufmerksamkeit, und wendete ihm um : da er die Musik erstaunlich lobte und dann hörte, dass sie von dir wäre, so sagte er 3 bos viermahl mit allem Eyfer zu mir – wenn hat er sie denn gemacht ? – ich muß nicht hier gewesen seyn – und konnte nicht aufhören seine Verwunderung über die Composition und Execution mit dem gewissen feuerrothen Gesicht und zitternden Stimme an Tag zu geben. Alles hörte mir dem größten Stillschweigen zu, und nach jedem Stück schrie graf Wolfegg, gr Zeyl, gr. Spauer und alle bravo il Maestro e bravo il Sgr. Kolb ! die gräfin Lodrom, die gräfin Lizow etc.: alles war dabey aufmerksamm und vergnügt, und die gräfin kannte es erst an den Variationen die du öfter vorspielen musstest, daß dieß ihre Musik war, sie lief zu mir voll freuden her, und sagte mir es – dann ich spielte das 2. Violin, der Kolbstudent die Viola, der Cassl den Baß, die 2 durner, die es beym kolb schon öfter geblasen, waren die waldhorn.“ Mozart hat diese Stücke sehr geschätzt und sie später in Wien wieder aufgeführt.
Quelle: Veranstalter
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